Wenn die Bauchspeicheldrüse versagt

Diabetes mellitus: Eine Diagnose, die nicht unterschätzt werden sollte

Volkskrankheit Diabetes mellitus - häufig unterschätzt Wenn die Bauchspeicheldrüse versagt
02:29 min
Wenn die Bauchspeicheldrüse versagt
Volkskrankheit Diabetes mellitus - häufig unterschätzt

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Von Diabetes hat fast jedermann schon einmal gehört. So gefährlich kann die Volkskrankheit doch nicht sein, an der nur ältere Menschen leiden. Falsch gedacht - denn es kann tatsächlich jeden treffen! Allein in Deutschland leiden rund neun Millionen Menschen an der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus. Hinzu kommt eine Dunkelziffer von ungefähr zwei Millionen Menschen hierzulande. Was an der Krankheit so heimtückisch ist und wie sie frühzeitig erkannt und behandelt werden kann – im Video.

Typ 1 oder Typ 2 - wo ist da der Unterschied?

Diabetes - Eine Diagnose die häufig viele Fragen aufwirft und Betroffene zunächst einmal verunsichert. Generell unterscheidet man bei der Erkrankung zwischen Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2.

Lese-Tipp: Diabetes, auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper zu wenig Insulin produziert.

"Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, wo der Körper falsch reagiert. Er bildet Abwehrzellen gegen Bauchspeicheldrüsengewebe, die das Insulin produziert, sodass die Insulinproduktion stark geschädigt wird. Typ 2 ist eine Erkrankung, wo einfach eine Insulinresistenz häufig entsteht“, erklärt uns Dr. Ralf Jung, Chefarzt der Diabetologie im Krankenhaus Sachsenhausen.

Dr. Ralf Jung, Chefarzt der Diabetologie im Krankenhaus Sachsenhausen
Dr. Ralf Jung, Chefarzt der Diabetologie im Krankenhaus Sachsenhausen erklärt die Unterschiede zwischen Diabetes Typ 1 und 2.
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Eine heimtückische Volkskrankheit

Das gefährliche an der Krankheit: Bleibt Diabetes unentdeckt, drohen unter anderem Organschäden. Rund 8,7 Millionen Deutsche leiden an der teils vermeidbaren Diabetes Typ 2-Variante. Zudem steigt das Schlaganfall-Risiko. Faktoren für diese Erkrankungsform sind neben einer entsprechenden Erbanlage, Übergewicht und fehlende Bewegung: „Bei Typ 2 Diabetes hat man früher immer von Altersdiabetes gesprochen. Das benutzt man nicht mehr, weil die Erkrankung immer weiter ins junge Erwachsenenalter bis ins Jugendalter auch vorrücken kann. Nach wie vor haben wir in den höheren oder älteren Bevölkerungsschichten ab dem Alter von 75 Jahren den Großteil der Betroffenen", so Chefarzt Dr. Jung.

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
Diese Utensilien spielen im Alltag eines Diabetikers eine große Rolle.
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Richtig vorsorgen

Damit es gar nicht zu einer Erkrankung kommt, kann jeder von uns etwas tun. Maßnahmen wie eine gesunde, ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung oder regelmäßige Bewegung helfen, das Diabetes-Risiko zu senken. Schon mit kleinen Änderungen im Alltag können wir uns und unseren Körper oftmals vor einer Diabetes-Erkrankung schützen. (naw)