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Deutlich mehr Unwetterschäden in Niedersachsen und Bremen

Höchstes Schadensaufkommen der Geschichte

Deutlich mehr Unwetterschäden in Niedersachsen und Bremen

13.06.2020, Niedersachsen, Weyhausen: Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr steht auf der überschwemmten und gesperrten Bundesstraße B188 im Landkreis Gifhorn vor einem Supermarkt, dessen Parkplatz durch Starkregen überflutet wurde und abgepumpt werden m
Im Juni sorgt Starkregen unter anderem in Weyhausen für Überschwemmungen.
hcd kno, dpa, Hauke-Christian Dittrich

Starkregen und Überschwemmungen haben im vergangenen Jahr in Niedersachsen und Bremen zu vielen Schäden geführt. Laut des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat sich die Zahl der versicherten Schäden allein in Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

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Schadensmeldungen verdoppelt

Demnach gab es in Niedersachsen im vergangenen Jahr 11,8 Schadensmeldungen auf 1000 Sachversicherungsverträge mit Elementarabdeckung – 2020 waren es 5,7. Auch in Bremen gab es mehr als doppelt so viele Schadensmeldungen wie im Vorjahr, das kleinste Bundesland hatte mit 5,7 Meldungen (2020: 2,2) den niedrigsten Wert im Bundesvergleich. Der Durchschnitt aller Bundesländer lag bei 22,4. Ein Jahr zuvor waren es gerade einmal 3,8 Meldungen. Insgesamt sprechen die Versicherer vom höchsten Schadensaufkommen ihrer Geschichte.

Weiter entfiel auf Niedersachsen mit 280 Millionen Euro für Unwetterschäden die fünfthöchste Schadenssumme in Deutschland, in Bremen waren es nur 7 Millionen. Allerdings sind in der Statistik nur versicherte Schäden erfasst, der tatsächliche Schaden ist vermutlich noch höher.

Bundesweit 12,7 Milliarden Euro Schaden

Grund für die vielen Schäden in Deutschland sei laut GDV das Extremwetterereignis „Bernd“, das vor allem in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz für Rekordschäden gesorgt habe. Die Schadenssumme in Nordrhein-Westfalen lag bei 5,5 Milliarden Euro. Insgesamt summierten sich die Schäden durch Sturm, Hagel, Überschwemmung und Starkregen laut GDV auf deutschlandweit rund 12,7 Milliarden Euro. (dpa/dka)