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Das Märchen vom guten Totimpfstoff

Im Kampf gegen das Coronavirus werden neuere Technologien eingesetzt, die mRNA- und Vektor-Impfstoffe.
Im Kampf gegen das Coronavirus werden neuere Technologien eingesetzt, die mRNA- und Vektor-Impfstoffe.
© peterschreiber.media

29. Oktober 2021 - 6:11 Uhr

Was sind eigentlich Totimpfstoffe?

Seit Fußballprofi Joshua Kimmich die Corona-Impfung mit der Begründung ablehnte, er würde auf den "Totimpfstoff" gegen Covid-19 warten, ist eine Debatte um die altbewährte Methode zur Impfstoffherstellung entbrannt. Ist diese 'klassische' Methode auch gegen das Corona-Virus effektiv? Und was sind eigentlich Totimpfstoffe?

Diskussion nach Kimmich-Aussage

Wer auf den sogenannten "Totimpfstoff" wartet, der sollte sich zunächst ausführlich informieren, denn auch rund um dieses Thema ranken sich viele Mythen. Was wir wissen: Der Totimpfsoff enthält, im Gegensatz zu den aktuell gängigen Vektor- oder mRNA-Impfstoffen, abgetötete Krankheitserreger, die sich im Körper nicht mehr vermehren können. Im Körper regen sie das Abwehrsystem an, um Antikörper zu bilden, ohne aber, dass die Krankheit ausbricht.

Totimpfstoffe werden zum Beispiel gegen Diphtherie, Hepatitis B und Grippe eingesetzt. Ihr großer Vorteil: sie sind gut verträglich, lassen sich einfacher lagern, etwa bei Kühlschranktemperatur und man kann sie schnell in großen Mengen produzieren. Großer Nachteil jedoch: sie schneiden bei der Wirksamkeit gegen das Corona-Virus schlechter ab, als die mRNA-Impfstoffe, zum Beispiel von BioNTech. Das gilt besonders auch bei neuen Virus-Varianten. Aktuell sind vier dieser Impfstoffe weltweit zugelassen, wann es auch bei uns in Deutschland soweit sein wird, ist aktuell noch unklar.

Klimakonferenz in Glasgow

Außerdem findet ab Sonntag im schottischen Glasgow der große Weltklimagipfel statt, der COP26, mit vielen Forschenden, Aktivist:innen und Vertreter:innen aus aller Welt. Auch mit dabei: Dr. Friederike Otto. Friederike Otto ist Klimaforscherin an der Universität Oxford und stellvertretende Leiterin des Environmental Change Institute.

Die Physikerin berechnet Klimamodelle und ist auf ihrem Gebiet der Attributionsforschung, oder auch Zuordnungswissenschaft, eine absolute Koryphäe – hat sie sogar mitbegründet. Damit gehört sie zu einer der ersten, die es geschafft haben, bei konkreten Wetterereignissen zu berechnen, ob diese ein regelmäßiges Ereignis, oder ob sie auf den Klimawandel zurückzuführen sind.

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