28. Oktober 2014 - 20:23 Uhr

RTL-Reporter Alexander Oetker besucht Elendsviertel

Es gibt Städte in Deutschland, die die Schattenseiten der Einwanderung widerspiegeln. In Dortmund und Duisburg zum Beispiel stößt die Integration von Armutsflüchtlingen aus Bulgarien und Rumänien allmählich an Grenzen. Denn hier leben - anders als in München - vor allem unqualifizierte Zuwanderer, die sich schwer tun, Arbeit zu finden. RTL-Reporter Alexander Oetker hat sich auf den Weg gemacht und zeigt das Elend fehlgeschlagener Integration.

Elendsviertel in Deutschland
Unterwegs in deutschen Elendsvierteln.

In der Dortmunder Nordstadt warten sie auf Arbeit, manche betteln. Sogar die Schilder in Banken sind auf Rumänisch. Es sind mehr geworden seit dem 1. Januar. An diesem Tag fielen die Schranken, der deutsche Arbeitsmarkt hat sich für Rumänen und Bulgaren geöffnet. Die negativen Auswirkungen bekommen nun vor allem arme Städte zu spüren, die selbst tief in den roten Zahlen stecken.

Doch auch, wenn es eine Sperrfrist für Kindergeld, Hartz IV und andere Sozialleistungen gibt - irgendwann müssen die Ämter zahlen. Das ist Teil der europäischen Arbeitnehmerfreizügigkeit. Aktuell gehen 170 Millionen Euro Hartz IV an Rumänen und Bulgaren. 36 Prozent der Leistungsbezieher sind aber Aufstocker. Heißt: Sie werden hier in Deutschland viel zu schlecht bezahlt.

Illegale hausen unter unwürdige Bedingungen

Slums mitten in deutschen Großstädten
Urin, Müll und Dreck - so hausen illegale Zuwanderer mitten in Deutschland.

Was das bedeutet, zeigt sich in einem Slum, nur drei Minuten von Frankfurts Innenstadt entfernt. Hier hausen illegale Zuwanderer in provisorisch zusammengezimmerten Baracken. Leben in Würde sieht anders aus. Kein Job, kein Hartz IV. Urin läuft in die Verschläge, überall liegt Müll. Erklären, warum sich niemand offiziell gemeldet hat, kann keiner.

Calin und seine zehn Landsleute machen alles zu Geld, was sie finden können - auf legalem Wege, so versprechen sie uns. "Wir verkaufen Schuhe auf dem Wochenmarkt, oder sammeln Pfand. Damit kann ich hier mehr verdienen, als in Rumänien als Bauarbeiter." Arm bleibt in den meisten Fällen eben arm, ob in Rumänien oder Deutschland.