Amphetamine in Lebkuchen

Darum machen Weihnachtsgebäck und Glühwein gute Laune

15. November 2019 - 11:29 Uhr

Deshalb hellen Glühwein und Lebkuchen die Stimmung auf

In der Weihnachtszeit wird geschlemmt und genascht, was die Keksdose und die Weihnachtsmärkte hergeben. Glühwein, Spekulatius und Lebkuchen: Genau dafür lieben wir die Adventszeit. Gewürze wie Zimt, Nelken, Anis und Kardamom verleihen Gebäck und weihnachtlichen Getränken ihren charakteristischen Geschmack. Die meisten sorgen sich wohl um den Kaloriengehalt der Leckereien. Aber haben sie sich auch schon mal gefragt, warum die leckeren Plätzchen nicht nur Lust auf mehr machen, sondern auch für gute Laune sorgen? Wir haben die Erklärung: Sie lautet: Amphetamine!

So gelangen Amphetamine in Glühwein und Plätzchen

Doch wie gelangen die Amphetamine ins Gebäck und in den Glühwein? Bei Plätzchen und Lebkuchen ist Ammoniumcarbonat schuld. Dieses wird in der Weihnachtsbäckerei häufig als günstiges Backtriebmittel eingesetzt. Es setzt im Teig neben Kohlendioxid auch Ammonium frei. Und das wiederum reagiert beim Backen mit den Lebkuchengewürzen Allylbenzol und Propenylbenzol. Aromastoffe, die beispielsweise in Nelken, Anis oder Muskat enthalten sind. Und die finden sich in Weihnachtsplätzchen genauso wie in Glühwein. Gemeinsam mit dem freigesetzten Ammonium entstehen daraus Amphetamine. Im Glühwein löst der enthaltene Alkohol übrigens die Aromastoffe aus den Gewürzen, die dann mit den biogenen Aminen des Weins zu Amphetaminen reagieren - und die wirken aufputschend. Nicht von ungefähr zählt auch Ecstasy zur Gruppe der Amphetamine.

Aber keine Sorge: Die Dosis der Amphetamine in Plätzchen und Lebkuchen ist harmlos. Dennoch ist sie stark genug, um für gute Laune zu sorgen. Vorsicht ist lediglich bei Muskatnuss geboten: Bereits drei Muskatnüsse können für uns tödlich sein.