Kanzleramtschef Braun im RTL-Interview

"Eskalationsstufe 2G nicht ausgeschlossen"

14. September 2021 - 15:32 Uhr

Keine Maßnahmen für Geimpfte

Wieder blickt Deutschland gespannt auf den Herbst und wieder fragen sich viele: Schaffen wir es dieses Mal ohne harte Corona-Maßnahmen?

Der Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun (CDU), hat mit Blick auf die Zeit nach der Bundestagswahl und den Herbst zwar klargestellt, dass härtere Maßnahmen für geimpfte Menschen nicht erforderlich seien, allerdings gelte dies nicht für Ungeimpfte. Dies hänge ganz klar von der Situation in den Krankenhäusern ab, sowie von einem möglichen hohen Infektionsgeschehen in Schulen. Mehr im Video.

In diesem Fall, so Braun im RTL/ntv "Frühstart", könne man "die Eskalationsstufe 2G grundsätzlich nicht ausschließen." Braun betonte allerdings: "Aber nur dann, wenn wir diese Überlastungszeichen im Gesundheitswesen sehen und das ist momentan nicht der Fall."

+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus Sars-Cov-2 finden Sie auch in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Braun: "Dänemark hat von Impfquote profitiert"

Braun sagte, dass man "sehr genau" auf die Situation in den Krankenhäusern schaue. Sollten Operationen für Geimpfte abgesagt werden, weil "Betten freigehalten werden müssen für zusätzliche Corona-Patienten, dann muss man auch überlegen: Sind weitere Maßnahmen erforderlich?". Allerdings habe sich das Infektionsgeschehen durch die 3G-Regel derzeit "einigermaßen stabilisiert."

LESE-TIPP: So ist die Hopitalisierungs-Inzidenz derzeit

Auf die Frage, ob Deutschland – wie beispielsweise Dänemark – in absehbarer Zeit zu einer fast kompletten Normalität zurückkehren könne, sagte Braun: "Selbstverständlich. Dänemark hat profitiert davon, dass sie eine deutlich höhere Impfquote haben."

Das Virus finde in Dänemark quasi niemanden mehr, der noch angesteckt werden könne: "Selbst bei einem im Grunde völlig normalen Verhalten der Bevölkerung. Da kommen wir früher oder später auch hin."

(psa)

Auch interessant