Hilfe für den Lockdown

Nach einem Bier für sieben Dollar - Kunde gibt 3000 Dollar Trinkgeld

Barbesitzer Brendan Ring bekommt 3000 Dollar Trinkgeld.
© Facebook, Brendan Ring

25. November 2020 - 11:40 Uhr

So großzügig zeigte sich Brendan Rings Kunde!

Brendan Ring schließt wegen der Infektionslage seinen Jazzclub im US-Bundesstaat Ohio. Zuvor gab ihm ein Kunde eine "kleine" Überlebenshilfe für den Lockdown mit: 3000 Dollar Trinkgeld.

Hinweis: Dieser Beitrag erschien zuerst an dieser Stelle bei stern.de.

Corona-Lockdown-Hilfe von einem Gast

Für viele Betreiber von Cafés, Restaurants oder Clubs bringt der nahende Winter trübe Aussichten mit sich. Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen sieht sich die Politik gezwungen, das öffentliche Leben wieder in weiten Teilen herunterzufahren. Die Gastronomie muss schließen, viele Betriebe bangen um ihre Existenz.

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Da haben diejenigen Betreiber Glück, die sich auf großzügige Kunden verlassen können. Brendan Ring hat einen solchen Fall erlebt. Ring gehört ein Jazzclub namens "Nighttown" in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio. In der vergangenen Woche hatte Ring angekündigt, dass der Club wegen der Infektionslage vorübergehend schließen werde. Zwar hat der Staat dies noch nicht angeordnet, der Betreiber hält die Lage jedoch für zu unsicher. Doch bevor er und seine Mitarbeiter in die Pause gehen, hinterließ ein Besucher ihnen noch ein Geschenk: Trinkgeld in Höhe von 3000 Dollar.

Ohio: Bier für sieben Dollar – und 3000 Dollar Trinkgeld

Wie Ring in einem Facebook-Beitrag berichtet, habe der Kunde lediglich ein Bier in seinem Club bestellt und danach die Rechnung verlangt. Bevor er gegangen sei, habe er Ring und seinen Angestellten noch alles Gute für den Lockdown gewünscht. Wieviel Trinkgeld der Unbekannte ihm gegeben hatte, fiel dem Clubbetreiber erst auf, als der Kunde schon aus der Tür war. Das Bier hatte lediglich sieben Dollar gekostet.

Ring konnte es zunächst nicht glauben und lief dem Besucher hinterher, um das vermeintliche Missverständnis aufzuklären. Der habe jedoch nur gesagt: "Es ist kein Versehen, wir sehen uns, wenn ihr wieder aufmacht." Den Betrag solle er unter seinen Angestellten aufteilen. "Meine Mitarbeiter und ich sind dankbar für diese unglaublich freundliche Geste", schrieb Ring auf Facebook.

Brendan Ring hatte sich entschieden, seinen Club aus freien Stücken zu schließen und nicht auf entsprechende Maßnahmen des Bundesstaates Ohio zu warten. "Die Situation wird jeden Tag schrecklicher", erklärte Ring. Schon im März hatte er sich erstmals entschieden, seinen Club vorübergehend freiwillig nicht mehr zu öffnen. Das Geschenk des Kunden dürfte ihm und seinen Mitarbeitern helfen, zumindest etwas entspannter in die nahe Zukunft zu sehen.

Quelle: Brendan Ring auf Facebook