Inzidenz in vier Landkreisen über 10

Hier drohen in Niedersachsen wieder Verschärfungen

Ein Corona-Test wird bei einem ankommenden Passagier durchgeführt.
Ein Corona-Test wird bei einem ankommenden Passagier durchgeführt.
© deutsche presse agentur

14. Juli 2021 - 9:47 Uhr

Vier Landkreise über der kritischen Grenze

Wochenlang war die Corona-Lage in Niedersachsen entspannt. In den vergangenen Tagen ist die 7-Tage-Inzidenz allerdings wieder stetig gestiegen. Nachdem das RKI am Sonntag eine Inzidenz von 5,5 meldete, liegt der Wert am Montag (12.07.) bei 5,4 – allerdings ist die Zahl der gemeldeten Fälle bekanntermaßen an Wochenenden häufig niedriger. Vier niedersächsische Landkreise haben jetzt bereits eine kritische Grenze erreicht.

Ab 10 drohen neue Verschärfungen

Im Landkreis Stade liegt die Inzidenz bereits seit über einer Woche über 10, am Mittwoch ist der Wert im Landkreis Cloppenburg ebenfalls wieder zweistellig geworden. Und am Samstag hat der Inzidenz-Wert auch für Wolfsburg und die Region Hannover erstmals wieder die erste kritische Grenze erreicht.

Wenn die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Werktagen über 10 liegt, treten wieder Verschärfungen für das private und das öffentliche Leben in Kraft – das sieht der Stufenplan der niedersächsischen Corona-Verordnung vor. In Wolfsburg und der Region Hannover könnte das bereits Mitte der Woche der Fall sein, wenn sich das Infektionsgeschehen bis dahin nicht wieder abschwächt.

Private Feiern: Hier fallen Freiheiten weg

Verschärfungen würden dann vor allem die Menschen im privaten Bereich treffen. Zur Zeit sind Treffen unter freiem Himmel mit bis zu 50 Menschen erlaubt, in geschlossenen Räumen mit bis zu 25 Menschen. Kinder unter 14 Jahren und vollständig Geimpfte werden nicht mitgezählt. Bei privaten Feiern dürfen noch mehr Menschen eingeladen werden, wenn alle Erwachsenen einen negativen Corona-Test vorzeigen.

Diese Freiheiten fallen bei einer mehrtägigen Inzidenz von über 10 weg. Dann dürfen sich drinnen und draußen wieder nur noch höchstens zehn Menschen treffen. Vollständig Geimpfte und Kinder unter 14 Jahren zählen aber auch hier nicht mit. Die Region Hannover wird eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab Donnerstag in Kraft tritt, wenn die Inzidenz nicht wieder sinkt. In Cloppenburg dagegen werden die Corona-Regelungen erst einmal nicht verschärft. Möglich macht das die Härtefallregelung bei lokalen Corona-Ausbrüchen: Überschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt aufgrund räumlich abgegrenzter Neuinfektionen einen Schwellenwert, greift nicht mehr automatisch die nächsthöhere Stufe. (lzi)

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