Weil immer mehr Impfdosen für Deutschland erwartet werden

Epidemiologe spricht sich für zeitnahe Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen aus

03. Mai 2021 - 14:09 Uhr

Ulrichs: Bald so viele Impfdosen zur Verfügung, um weitere Gruppen zu impfen

Wer geimpft werden will, muss warten, bis er an der Reihe ist. Das hält Epidemiologe Prof. Timo Ulrichs auch weiterhin für sinnvoll. "Aber wir werden auch bald in die Lage kommen, darüber hinaus so viele Impfdosen zur Verfügung zu haben, dass wir das Ganze aufmachen können.", sagt Ulrichs im Interview mit RTL.

Das heißt, dass wir das Impfangebot laut dem Experten bald steigern können und dann immer noch genug Impfstoff da sein wird, um weitere Gruppe zu impfen. "Ich würde dafür plädieren, dass dann auch die Kinder und Jugendlichen schnell drankommen.", betont Ulrichs.

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Impfungen bei Kindern und Jugendlichen für normalen Schulbetrieb wichtig

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"Wir sprechen ja immer darüber, dass Schulen und Kitas zuerst wieder aufgemacht werden sollen, beziehungsweise geschützt werden sollen,", beginnt Ulrichs seine Erläuterungen und fügt hinzu:"Und deswegen sollte man dann auch dieses Instrument möglichst schnell einsetzen, sobald eben die Freigabe für Impfstoffe da ist für jüngere Altersgruppen." Nur dann können Ausbrüche in der Schule verhindert und der Schulbetrieb wieder sicher ermöglicht werden.

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Rechte für Geimpfte

Wer dann geimpft ist, sollte dann laut Prof. Timo Ulrichs "behandelt werden, als wären sie aus dem Spiel draußen." Die Geimpften seien dann nicht mehr empfänglich für das Virus und können es auch nicht weitergeben. "Das heißt, sie müssen nicht mehr so behandelt werden, als bestünde noch eine Gefahr für die Umgebung." Der Epidemiologe spricht sich klar dafür aus, Geimpften deshalb einen Teil ihrer Rechte zurückzugeben. z.B. das Treffen von Freunden oder Familie oder das Bewegen auch nach der Ausgangssperre.

Das Tragen einer Maske oder das Einhalten von Abständen müsse aber nach wie beachtet werden. "Das sollte für alle gleich gelten, damit dann eben das Bild auch konsistent ist.", erklärt Ulrichs.

CBE