Corona-Party statt AHA-Regeln im TUI-Flieger

Nur so fliegen Sie möglichst virensicher

10.09.2019, Patras, Peloponnes, Griechenland - Urlauber besteigen ein TUI Flugzeug, Flughafen Araxos GPA. Patras Pelopo
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02. September 2020 - 12:06 Uhr

Trotz Fluggästen mit Symptomen keine AHA-Regeln

Man fasst sich einfach nur an den Kopf: Während eines TUI-Fluges von Zakynthos nach Wales am 25.8. hatten im Flieger schon einige Personen über Unwohlsein und milde Corona-Symptome berichtet. Doch statt sich dann erst recht sehr diszipliniert an die AHA-Regeln zu halten, artete der ganze Flug in eine Art Corona-Party aus. Resultat: 16 Corona-Fälle, knapp 200 Menschen in Quarantäne. Die Fluggesellschaft TUI steht deshalb jetzt massiv in der Kritik. Dabei ist die Einhaltung der Regeln nun wirklich nicht so schwierig.

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Gratis-Drinks statt Zurechtweisung

Masken wurden nicht getragen, Abstände nicht gehalten und die Flug-Crew blieb die ganze Zeit untätig. Statt zu mahnen, wurden sogar noch Gratis-Drinks an Maskenlose verteilt. Was sich wie ein schlechter Film anhört, soll sich laut eines BBC-Berichts an Board eines Fluges von Griechenland nach Wales abgespielt haben. Und das auch noch, obwohl einige Passagiere über Symptome berichtet haben.

IM VIDEO: Virensicher im Flugzeug unterwegs

Nur so fliegen Sie sicher:

Folgende Regeln sollten eingehalten werden, um einen Flug so zu gestalten, dass alle Mitreisenden möglichst sicher vor einer Infektion sind.

  • Meiden Sie Kontakt mit Oberflächen

Achten Sie schon am Securitycheck darauf, alle Gegenstände im Handgepäck zu lassen, die nicht zwangsmäßig in eine Gepäckwanne gehören. Je weniger Kontakt zwischen ihren persönlichen Gegenständen und denen des Flughafens besteht, desto geringer ist das Infektionsrisiko.

  • Meiden Sie Gedränge am Check-In-Schalter, an der Boardingschlange oder nach der Landung im Flieger

Auch wenn mittlerweile vorm Start die Klimaanlage bereits eingeschaltet wird: Betreten Sie die Kabine so spät wie möglich.

  • Infektionsschutz durch Desinfektionsmittel

Berühren Sie an Bord so wenig wie möglich und nehmen Sie sich Desinfektionstücher mit. Den Sitzplatz eingenommen, können Sie mit einem kurzen Wisch ihr Tischchen von Viren und Bakterien befreien. Noch besser: Sie haben auch eins für ihre Hände dabei, das Sie vorm Essen oder Trinken verwenden.

  • Risiko geringer halten durch Fensterplatz

Besteht die Möglichkeit, einen Sitzplatz zu wählen, empfiehlt sich der Fensterplatz. Im Gegensatz zu den anderen hat ein Fensterplatz statt 14 nur 8 umliegende Sitze. Auch von der Kabinenwand droht Ihnen keine Infektionsgefahr, zumal Sie dort der Klimaanlage am nächsten sind, die den Raum mit frischer, gesäuberter Luft versorgt. Generell ist die Luft an Bord durch Filtration und Luftwechsel der Klimaanlagen sehr sauber. Bei einem plötzlichen Nies- oder Hustenanfall eines anderen Fluggastes in Ihrer Nähe sollten Sie die Luftdüse auf sich einstellen. Durch die ausströmende Luft schaffen Sie sich eine Art Luftbarriere. Nur nicht zu lang, Sie wollen sich doch nicht erkälten.

  • Oberstes Gebot: Mund-Nasen-Maske

Am Wichtigsten bleibt aber das Tragen einer Maske. Vergessen Sie bei Langstreckenflügen nicht, sich eine Ersatzmaske einzupacken und achten Sie darauf, dass beide bequem sitzen. Es wäre riskant für Sie und andere, wenn Sie ihre Maske absetzen müssten, weil sie einschneidet, drückt oder anfängt zu riechen. Bei Hunger oder Durst muss die Maske natürlich vom Gesicht. Passen Sie für ihre Mahlzeit aber einen Moment ab, in dem nicht auch alle anderen Passagiere essen. Und konsumieren Sie nur Abgepacktes und Getränke aus Flaschen.

IM VIDEO: So hoch ist die Ansteckungsgefahr im Flugzeug wirklich