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Christian Lindner: Scharfe Kritik an RKI-Chef Wieler - Kommunikation "außerordentlich unglücklich"

Verkürzung des Genesenen-Status

Lindner kritisiert RKI-Chef Wieler: Kommunikation war "außerordentlich unglücklich"

"Mit der nächsten MPK sollte 2G im Handel fallen" Christian Lindner bei RTL Direkt
07:18 min
Christian Lindner bei RTL Direkt
"Mit der nächsten MPK sollte 2G im Handel fallen"

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Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat den Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, scharf kritisiert. Die Kommunikation rund um die Verkürzung des Genesenen-Status sei „außerordentlich unglücklich gewesen“. Im RTL-Interview bekräftigt er nochmal seine Vorwürfe. Das ganze Interview sehen Sie im Video.

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Genesenen-Status: "Große Zweifel" an der unangekündigten Entscheidung

Er habe „große Zweifel“ an dieser - ebenso unangekündigten wie überraschenden - Entscheidung, sagte Lindner bei „RTL Direkt“: „Die fachliche und die Kommunikations-Entscheidung lag in den Händen von Herrn Wieler und ich glaube, man darf sagen, dass das außerordentlich unglücklich war.“ Es sei aber Sache von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), ihm das Vertrauen auszusprechen, betonte Lindner. „Ich habe deutlich gemacht, dass ich diese Entscheidung und auch manch andere Entscheidung für nicht überzeugend halte.“

Er bezog sich darauf, dass das RKI den Genesenenstatus mit Wirkung vom 15. Januar unerwartet von sechs auf drei Monate verkürzt hatte. Viele Bürger verloren damit quasi über Nacht ihr Recht, in Restaurants, Bars oder in Fitnessstudios zu gehen. Dass das RKI die Frist festlegt, sieht eine neue Verordnung zwar so vor - der Zeitpunkt kam aber überraschend.

"Ich wundere mich allerdings ein klein wenig über die Kurskorrektur von CDU und CSU"

Dass Bayern jetzt die einrichtungsbezogene Impfpflicht nicht umsetzen werde und auch dies nicht mehr befürworte , kommentiert Linder so: „Ich wundere mich allerdings ein klein wenig über die Kurskorrektur von CDU und CSU. Da konnte es mit einer allgemeinen Impfpflicht für alle ab 18 erst gar nicht schnell genug gehen und nun gibt’s eine Wende.“

Was die Corona-Maßnahmen angeht, spricht sich der Bundesfinanzminister erneut für schnelle Lockerungen aus. „Nicht alle der Maßnahmen, die es jetzt noch gibt, die zwischen Bund und Länder besprochen wurden, sind erforderlich. Wir können dort lockern.“ Und weiter: „Mit der nächsten Ministerpräsidenten-Konferenz am 16. Februar sollte 2G im Handel fallen und ersetzt werden durch eine Maskenpflicht. Die brauchen wir zum jetzigen Zeitpunkt aus Vorsichtgründen noch.“ (eku)

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