Dem Corona-Schock getrotzt

Leipziger Gala-Sieg in Brügge

Christopher Nkunku jubelt über einen seiner Treffer.
Christopher Nkunku jubelt über einen seiner Treffer.
© imago images/Picture Point LE, Sven Sonntag via www.imago-images.de, www.imago-images.de

24. November 2021 - 23:31 Uhr

Club-Rekord aufgestellt!

RB Leipzig hat mit einem Club-Rekord in der Champions League auf den Corona-Schock um Trainer Jesse Marsch reagiert. Ohne den mit dem Virus infizierten Chefcoach und den ebenfalls betroffenen Kapitän Peter Gulacsi gewann RB am Mittwochabend das "Finale um Platz drei" beim FC Brügge äußerst souverän mit 5:0 (4:0) und hat das Überwintern im Europapokal wieder in der eigenen Hand. Für den deutschen Vizemeister war es der bislang höchste Sieg im Europapokal.

Kampl schwärmt: Überragende Leistung!

"Das war eine überragende Leistung, gerade auch angesichts der schwierigen Situation. Es ist sehr befreiend", sagte Mittelfeldspieler Kevin Kampl, "wir mussten dem Trainer und den Jungs zu Hause zeigen, dass sie sich auf uns verlassen können. Wir haben in der ersten Halbzeit ein Feuerwerk abgebrannt."

Leipzig, das von Co-Trainer Achim Beierlorzer an der Seitenlinie betreut wurde, zog in der Tabelle der Gruppe A an den Belgiern vorbei und hat zudem den direkten Vergleich klar gewonnen. Im letzten Gruppenspiel am 7. Dezember gegen Manchester City könnte RB unter Umständen sogar eine Niederlage zum Einzug in die Europa League reichen.

Leipziger personell geschwächt

Leipzigs Dauerbrenner Christopher Nkunku (12.), Emil Forsberg (17., Foulelfmeter/45.+1) und Andre Silva (27.) sorgten schon vor dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse. Nkunku (90.+3) setzte auch den Schlusspunkt.

Eine derart dominante Leistung kam überraschend, denn Leipzig trat personell geschwächt an. Nachdem Coach Marsch und Torhüter Gulacsi die Reise gar nicht erst hatten antreten können, klagte Abwehrspieler Willi Orban am Mittwoch über Unwohlsein. Ein Coronatest fiel negativ aus, dennoch kehrte Orban vorzeitig zurück nach Leipzig. In Dominik Szoboszlai, Amadou Haidara (beide Sprunggelenk), Mohamed Simakan (Erkältung) fehlten weitere Leistungsträger.

Die sportliche Ausgangslage - nur ein Sieg hielt die Chance auf die Europa League aufrecht - zwang RB dennoch zum Handeln. Leipzig musste das Spiel gestalten und nahm diese Aufgabe bestens an. (sfu/sid)