Wichtiger Baustein bei der Krebsprävention

Brustkrebsvorsorge: So tasten Sie die Brust richtig ab

Jede Frau sollte ihre Brust regelmäßig selbst abtasten.
Jede Frau sollte ihre Brust regelmäßig selbst abtasten.
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09. April 2020 - 11:04 Uhr

Brustkrebsvorsorge: Abtasten gehört unbedingt dazu

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 70.000 Frauen an Brustkrebs, er ist weltweit mit rund 30,5 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Über 17.000 Frauen sterben alleine in Deutschland Jahr für Jahr an einem Mammakarzinom. Um diese Zahl zu reduzieren, ist die Brustkrebsvorsorge extrem wichtig. Diese darf nicht alleine beim Frauenarzt passieren - jede Frau sollte ihre Brust selbst regelmäßig abtasten und auf Veränderungen untersuchen. Wir zeigen, wie Sie dabei vorgehen sollten.

So tasten Sie die Brust selbst ab

Das Abtasten der Brust übernimmt natürlich auch der Frauenarzt - trotzdem sollten Sie hier regelmäßig selbst Hand anlegen. Am besten alle drei Monate und jeweils eine Woche nach Ihrer Regelblutung.

Achten Sie dabei darauf, dass sie den Brustbereich großflächig untersuchen und mit der flachen Hand kreisend über die Brust tasten. Ständige Rötungen der Haut können auch auf einen Knoten in der Brust hinweisen.

Die Mammografie sollte alle zwei Jahre anstehen

"Trotzdem werden nur 30 Prozent der Knoten von den Frauen selbst erfühlt", weiß der Gynäkologe Dr. med. Manfred Hofmann. Deshalb sollten Frauen sich mindestens einmal im Jahr die Brust vom Gynäkölogen abtasten, bzw. alle zwei Jahre mit einem Ultraschallgerät untersuchen lassen. Er rät außerdem dazu, alle zwei Jahre zur Mammografie zu gehen.

Auch wenn die Kosten für die Ultraschalluntersuchung (rund 50 Euro) nur für Frauen zwischen 50 und 70 Jahren von der Krankenkasse übernommen werden, sollten Sie hier nicht nachlässig sein. Denn immerhin werden 60 bis 65 Prozent der Brustkrebsfälle durch eine Mammografie entdeckt.

Übrigens: Auch der Termin beim Frauenarzt sollte mindestens einmal im Jahr einen festen Platz in ihrem Kalender einnehmen. Wenn Sie die Pille nehmen, sollten Sie sogar alle sechs Monate bei ihrem Gynäkologen vorstellig werden.