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Brasilien: Ärztin erkennt an schwerer Infektion, dass Mädchen vergewaltigt wurde

Jugendliche wurde sieben Jahre lang von Stiefvater missbraucht

Brasilien: Ärztin erkennt an schwerer Infektion, dass Mädchen vergewaltigt wurde

Mädchen mit Unterleibsschmerzen
In Brasilien kam ein Mädchen mit starken Unterleibsschmerzen zum Arzt. Die Jugendliche litt an einer schweren Infektion, die von einer Vergewaltigung verursacht worden war. (Foto: Motivbild)
Getty Images/iStockphoto, Carlo107

Es war eine Ärztin, die bemerkte, dass etwas nicht stimmte. Sie empfing ein junges Mädchen in ihrer Praxis in der brasilianischen Kleinstadt Brasilândia, das über starke Schmerzen im Vaginalbereich klagte. Wie die brasilianische Zeitung „O Globo“ berichtet, stellte die Medizinerin bei der Untersuchung fest, dass die Jugendliche eine schlimme Infektion hatte, die offenbar von einer Vergewaltigung verursacht worden war. Nach und nach kamen dann immer mehr Details ans Licht. Offenbar wurde der Teenager seit Jahren missbraucht.

Sexueller Missbrauch in Brasilien: Schwester findet Drohnachrichten des Stiefvaters

Wie der Lokalsender „RCN 67“ berichtet, nahm sich die Schwester der Jugendlichen daraufhin das Handy des Mädchens. Während sie darauf wartete, dass ihre Schwester nach der Behandlung aus der Narkose aufwachte, begann sie durch die Nachrichten zu scrollen – auf der Suche nach Hinweisen. Sie brauchte nicht lange zu suchen: Sie entdeckte mehrere Nachrichten ihres Stiefvaters, der ihre kleine Schwester bedrohte. Er würde sie und ihre Familie töten, wenn sie sich weigern sollte, weiter mit ihm Sex zu haben oder es wagen sollte, jemandem davon zu erzählen, schrieb er.

Offenbar hatte der 51-Jährige sich sieben Jahre lang unbemerkt immer wieder an seiner Stieftochter vergriffen. Als er das Mädchen zum ersten Mal missbrauchte, soll es gerade einmal neun Jahre alt gewesen sein, wie brasilianische Medien berichten. Die Schwester ging mit den Nachrichten sofort zur Polizei und erstattete Anzeige.

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Brasilianische Polizei nimmt 51-Jährigen fest und findet Nacktfotos und Pornos bei ihm

Wie die Zivilpolizei des brasilianischen Bundesstaats Mato Grosso do Sul nun bestätigte, wurde der 51 Jahre alte Tatverdächtige festgenommen. Ihm werde die Vergewaltigung einer Schutzbefohlenen vorgeworfen. Doch da könnten noch einige Anklagepunkte hinzukommen. Bei der Durchsuchung des Hauses des Beschuldigten stießen die Einsatzkräfte auf illegales pornografisches Material. „Als er von einem Polizeibeamten befragt wurde, gestand er, dass er mehrere Datenträger mit Fotos von Jugendlichen in seinem Haus aufbewahrte“, so die Polizei in ihrer Mitteilung.

Laut „RCN 67“ soll der Mann gestanden haben, eine sexuelle Beziehung mit seiner Stieftochter zu führen. Sie sei angeblich mit allen sexuellen Handlungen einverstanden gewesen. Er soll dem Bericht zufolge auch zugegeben haben, Nacktbilder von dem Mädchen zu besitzen. Die habe die Jugendliche selbst aufgenommen und ihm geschickt.

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Polizei beschlagnahmt Datenträger mit Pornos
Die Polizei beschlagnahmte mehrere Datenträger bei dem 51 Jahre alten Verdächtigen, auf denen sich pornografisches Material von Minderjährigen befinden soll.
Polícia Civil Brasilândia
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Polizei ermittelt wegen Vergewaltigung gegen Stiefvater

Bei einem ersten Blick in das Material habe die Polizei diese Aussagen aber bereits widerlegen können. Der Mann habe intime Fotos und Videos von der Minderjährigen besessen, die ganz offensichtlich von einer anderen Person aufgenommen worden seien – also keine Selfies, wie behauptet. Laut dem Sender habe die Polizei außerdem Material sichergestellt, das den sexuellen Missbrauch von Tieren zeige.

Die Ermittlungsbehörden haben nun angefangen, das sichergestellte Material zu sichten, um festzustellen, ob der Verdächtige die Fotos und Missbrauchs-Filme selbst angefertigt oder sich aus dem Internet besorgt hat. Laut Polizei sollen alle sichergestellten Medien mit einem Pseudonym beschriftet gewesen sein, das der Verdächtige verwenden soll. (jgr)

Wo Opfer von Gewalt und Missbrauch – oder Vertraute, die einen entsprechenden Verdacht haben – in Deutschland Hilfe finden, lesen Sie hier.