Dos & Don'ts

Was hilft wirklich bei Brandblasen?

8. Oktober 2019 - 13:27 Uhr

Leichte Verbrennungen richtig behandeln

Eine Brandblase entsteht schneller als gedacht: Einmal aus Versehen an einen heißen Gegenstand geraten oder kochendes Wasser verschüttet, schon ist eine Brandblase entstanden, die auch noch ziemlich schmerzen kann. Was Sie jetzt tun sollten, um erste Hilfe zu leisten, und was lieber nicht, erfahren Sie hier.

Wie entsteht eigentlich eine Brandblase?

Ausgelöst wird die Verbrennung zweiten Grades durch heiße Flüssigkeiten, aber auch durch heiße Materialien oder starke Reibung. Erst, wenn die Temperatur auf der Haut mindestens 50 Grad beträgt, kommt es zu einer Brandblase kommt, denn erst ab dieser Temperatur werden die Gewebszellen zerstört. Die Haut kann diese Hitze nicht weiterleiten, dadurch kommt es zu einer Hitzestauung in einem lokalen Bereich der Haut und so zu einer Brandblase.

Dabei trennt sich die oberste Hautschicht, die als Epidermis bezeichnet wird, von der sogenannten Lederhaut, der Dermis, ab. Außerdem tritt sterile Flüssigkeit aus den Gefäßen aus und sammelt sich als Gewebsflüssigkeit in der Brandblase.
Kleine Brandblasen, die beispielsweise bei einem Sonnenbrand auftreten können, sind eher farblos. Größere Brandblasen wirken hingegen gelblich, was von der Gewebsflüssigkeit kommt. Eine Brandblase ist in der Regel relativ stabil und platzt demnach nicht schnell auf. Außerdem treten oft Rötungen um die Blase auf.

Erste Hilfe bei Brandblasen

Dos:

  • So schnell wie möglich kühlen! Am besten unter fließendem Wasser und nicht länger als 10 Minuten. Wichtig hierbei: Das Wasser sollte eine Temperatur von rund 20 Grad betragen, also lauwarm sein.
  • Bei oberflächlichen Verbrennungen ein kühlendes Brandgel* auftragen
  • Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen
  • Brandwunde keimfrei mit einer Kompresse* verbinden

Don'ts:

  • Aufstechen: Bei einer Verbrennung der Haut entsteht eine Brandblase als Schutzmechanismus, damit keine Bakterien in die zerstörte Haut eindringen. Wird sie aufgestochen, besteht ein hohes Infektionsrisiko.
  • Eiswürfel oder eiskaltes Wasser zum Kühlen verwenden: Dabei erfriert die Wunde, die Symptome verschlimmern sich
  • Hausmittel wie Butter, Puder oder sonstiges haben auf einer frischen Verbrennung nichts zu suchen
  • Wenn eine Verbrennung bei Säuglingen oder Kleinkindern auftritt, darf nicht gekühlt werden, da hier die Gefahr einer lebensbedrohlichen Unterkühlung besteht!

Die Heilung einer Brandblase benötigt, je nach Schweregrad, wenige Tage bis etwa zwei Wochen, um zu heilen. Liegen schwerwiegende Verbrennungen vor, kann der Heilungsprozess mehrere Monate dauern.

Der richtige Verband

Sie sollten unbedingt darauf achten, dass die Brandblase nicht aufplatzt. Dann liegt nämlich die Lederhaut offen und es besteht eine Infektionsgefahr. Kleinere Brandblasen werden am besten mit einem Blasenpflaster geschützt. Bei größeren Brandblasen schützt eine sterile Wundauflage mit einem Verband die Wunde.

Die Wundheilung können Sie unterstützen, indem Sie die Brandverletzung feucht halten. Deswegen sollten Sie die Brandblase nie aufstechen, sondern lieber Gelverbände oder hydroaktive Wundauflagen verwenden. Diese Verbände verkleben nicht mit der Haut und schaffen ein feuchtes Wundmilieu, welches die Gewebsneubildung fördert und ein Austrocknen der Wunde verhindert.

Wundheilung fördern

Unterstützen Sie die Wundheilung mit folgenden Tipps:

  • Ausreichend Vitamin C: Vor allem in Orangen, aber auch in Paprikas und Rotkohl ist besonders viel Vitamin C enthalten.
  • Mineralstoffe: Linsen sind beispielsweise reich an Eisen, Magnesium und Zink. Frischer Fisch enthält eine große Menge an Jod. Nüsse enthalten viele wichtige Mineralstoffe, wie Selen, Kalium und Fluorid.
  • Eiweiß hilft: Nicht nur in Eiern, sondern auch in Thunfisch, Erdbeeren oder Magerquark ist besonders viel Eiweiß enthalten, was die Wundheilung unterstützt.
  • Auf Rauchen verzichten: Durch das Rauchen wird die Durchblutung gestört. Weil eine gute Durchblutung für die Heilung besonders wichtig ist, sollten Sie darauf verzichten.

Wenn starke Schmerzen auftreten oder die Wunde nicht richtig verheilt, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen!

*Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.