Piks für Polizisten

Boosterimpfung bei der Kölner Polizei

24. November 2021 - 18:17 Uhr

In Köln hieß es heute Schlange stehen für den Auffrischungs-Piks. Ärmel hoch für den Booster. Insgesamt impft die Polizei innerhalb von zwei Tagen rund 1.900 Beamte. Das sei insbesondere aufgrund der vielen Kontakte der Polizisten nötig, so ein Pressesprecher. Denn im Land steigen die Corona-Zahlen. Auch die Kölner Polizei beobachtet das in den eigenen Reihen. Von 5.000 Beamten sind aktuell 80 positiv getestet, rund 50 weitere Kollegen sind als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Um möglichen Impfreaktionen vorzubeugen, wird zu Beginn der Woche geimpft. Damit die Beamten zum Wochenende wie voll einsatzfähig sind, so die Polizei heute. Für die Kölner Behörde hat der Impfschutz der Polizisten oberste Priorität. Mitte Dezember soll der Großteil der Beamten geboostert sein.

Kritiker fordern Priorisierung

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Booster-Impfung für alle ab 18 Jahren. Sechs Monate nach dem vollständigen Impfschutz, kann aufgefrischt werden. Darin sieht die Kassenärztliche Vereinigung ein Problem: Zu viele seien Booster berechtigt. Sie fordert deshalb zu priorisieren und zuerst Menschen über 60 und Vorerkrankte zu boostern. Studien zeigen, dass der Impfschutz gerade bei Älteren nach sechs Monaten nachlässt, so Dr. Andreas Gassen. Ein Booster ist bei diesen Menschen wichtig, um sie auch weiterhin vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen.