Die richtige Ernährung für jeden Bluttyp

Blutgruppen-Diät nach D'Adamo: Das sollten Sie laut Ihrer Blutgruppe essen

Die Blutgruppe soll verraten, wie man seine Ernährung passend zur Blutgruppe effektiver gestalten kann
Die Blutgruppe soll verraten, wie man seine Ernährung passend zur Blutgruppe effektiver gestalten kann
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10. Juni 2020 - 10:27 Uhr

Wie die individuelle Blutgruppe die Ernährung bestimmen soll

Jeder Mensch sollte sich so ernähren, wie es seiner Blutgruppe entspricht. Das sagt zumindest der amerikanische Naturheilkundler Peter D'Adamo. Wer sich entsprechend seiner Blutgruppe ernähre, kann sich demnach nicht nur vor zahlreichen Krankheiten schützen. Die Blutgruppendiät soll darüber hinaus auch bei Übergewicht, Diabetes mellitus oder Krebs helfen.

Nicht nur deshalb, ist es für alle Menschen wichtig, ihre eigene Blutgruppe zu kennen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre eigene Blutgruppe spielend leicht herausfinden. 

Lektine spielen eine Schlüsselrolle

Der Amerikaner Peter D'Adamo ist Mediziner für Naturheilkunde und Autor des Bestsellers  "Vier Blutgruppen – Vier Strategien für ein gesundes Leben"* 🛒. In seinem Buch geht er von der Theorie aus, dass Menschen mit unterschiedlichen Blutgruppen Nahrung unterschiedlich verarbeiten. Dafür sollen bestimmte komplexe Lebensmittel-Eiweiße verantwortlich sein, die als Lektine bekannt sind und die bestimmten Blutgruppenmerkmalen (Membranproteinen der roten Blutkörperchen) ähneln.

Blutgruppen-Diät: Weniger Stress für den Körper

Bei der "blutgruppengerechten Ernährung" sollen Stressfaktoren für das Immunsystem vermieden werden. Diese Mehrarbeit für das Immunsystem des Menschen entsteht nach D'Adamos Theorie dadurch, dass die für einen Blutgruppentyp ungeeigneten Nahrungsbestandteile (die oben angesprochenen Lektine) zu einer "Verklumpung" der Antigene im Blut führen. Bei falscher Ernährung können die Folgen Übergewicht, Antriebslosigkeit, Entzündungen und sogar Gelenkschmerzen sein.

Wird diese Belastung für das Immun- und Verdauungssystem jedoch konsequent vermieden, kann verschiedenen Krankheiten vorgebeugt werden, bzw. können Krankheiten geheilt werden.

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Die passende Ernährung für jede Blutgruppe

Seine Thesen führt der Erfinder der Blutgruppendiät auf die Entstehung der Blutgruppen in der Evolution zurück. Die Blutgruppe 0 sei zum Beispiel zu einer Zeit entstanden, als die Menschen sich als Jäger hauptsächlich von Fleisch ernährten. Daher rät er den Trägern dieser Blutgruppe vor allem zu tierischen Nahrungsmitteln. Im Folgenden sagen wir Ihnen genau, wie sich welcher Blutgruppen-Typ am besten ernähren sollte. 

Blutgruppe 0: Der Fleischesser (Jäger)

Tierische Proteine wie Fleisch und Fisch werden empfohlen, Milchprodukte sollen von Menschen dieser Blutgruppe möglichst gemieden werden. Auch Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen sollten gemieden werden, dagegen sind Obst und Gemüse gut verträglich.

Blutgruppe A: Der Vegetarier (Bauer)

Für diesen Typ wird von D'Adamo eine vegetarische Ernährung empfohlen. Viel Obst und Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte verzehren, bei Fleisch und Milchprodukten zurückhalten.

Blutgruppe B: Der Nomade (Viehzüchter)

Menschen dieser Blutgruppe sollten Hühnerfleisch und Schalentiere meiden, dafür aber bei Milchprodukten, Obst und Gemüse kräfrig zugreifen. Getreide und Hülsenfrüchte sind eingeschränkt empfohlen. Besonders gut verträgt dieser Blutgruppentyp Lamm, Wild, Hammel und Tiefseefisch. Diese Blutgruppe soll sich bei den Nomaden/Viehzüchtern in Asien entwickelt haben.

Blutgruppe AB: Der moderne Mensch

Diese Blutgruppe soll sich in jüngerer Zeit aus den Blutgruppen A und B entwickelt haben und symbolisiert den modernen Menschen. Menschen mit dieser Blutgruppe sollten sich vorwiegend vegetarisch ernähren, um abzunehmen. Ab und zu sind auch Fleisch oder Milchprodukte erlaubt.

Vorteile und Kritik der Blutgruppen-Diät

Die Ernährung nach der Blutgruppe verspricht also chronisch Kranken und Übergewichtigen Besserung des Befindens und sogar Heilung – und die Theorie hat viele Anhänger.

Doch es hagelt auch Kritik: D'Adamos Thesen seien unseriös, da durch zu wenige Studien untermauert. Dass Lektine an Antigene des Blutes "andocken", ist im Reagenzglas bewiesen, aber eben nur dort. Kritiker sagen, die Lektine würden beim Kochen größtenteils zerstört und gelangten also gar nicht in den Darm. Ebenfalls umstritten ist die Herleitung der Ernährungsempfehlung von der evolutionären Entwicklung der Blutgruppen.

Sollten Sie Ihre Ernährung auf die Blutgruppe abstimmen wollen, sprechen Sie auf jeden Fall zunächst mit Ihrem Arzt oder einem Ernährungsberater darüber.

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