Kostenlose Schnelltests ab 11. Oktober nicht mehr möglich

Beschlossene Sache: Aus für private Testzentren in Hamburg

Ein Arzt hält einen Tupfer, mit dem ein Abstrich für einen Coronatest gemacht wird. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
Ein Arzt hält einen Tupfer, mit dem ein Abstrich für einen Coronatest gemacht wird. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
© deutsche presse agentur

28. September 2021 - 11:50 Uhr

"Es wird Zeit, neue Regeln aufzustellen"

Private Testzentren in Hamburg verlieren bald die Erlaubnis, Zertifikate auszustellen. "Wir brauchen diese Mengen an Tests nicht mehr, das ist ein wahnsinniger Kostenapparat! Es wird Zeit, jetzt neue Regeln aufzustellen", so Martin Helfrich von der Sozialbehörde Hamburg zu RTL. Auch vor der Pandemie hätten nur medizinische Anbieter entsprechende Bescheinigungen ausstellen dürfen. Die Hürden für Corona-Schnelltests, wie man sie zur Teilnahme an sogenannten 3G-Veranstaltungen benötigt, werden damit in Hamburg höher gelegt.

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Für wen gelten welche Ausnahmen?

"Die Impfung ist der wirksamste Schutz gegen die Pandemie", so Martin Helfrich. "Da für alle Personen im Alter von mindestens zwölf Jahren eine Möglichkeit besteht, die Corona-Schutzimpfung zu erhalten, ist der Bedarf an Schnelltests erheblich gesunken. Die Testzentren werden dann möglicherweise auch nach und nach dicht gemacht." Ab dem 11. Oktober werden die Tests damit kostenpflichtig. Menschen, für die keine Möglichkeit bestehe, sich durch eine Impfung gegen das Coronavirus zu schützen, könnten sich aber auch weiterhin kostenlos testen lassen: Bis Ende des Jahres gelte das unter anderem für alle unter 18-Jährigen, für Schwangere im ersten Drittel ihrer Schwangerschaft, für Infizierte, die sich nach Abklingen der Symptome zur Beendigung der Quarantäne testen müssen, und für Menschen, bei denen eine Impfung nachweislich aus medizinischen Gründen nicht möglich ist.

Was gilt für Kitas und Schulen?

Beschlossene Sache: Aus für private Testzentren in Hamburg
Symbolbild: Coronatest in Schulen und Kitas Quelle: dpa
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Auch an den Testungen in Kitas und Schulen ändere sich nichts. Regelmäßige Tests soll es auch weiterhin in Bereichen geben, in denen zusätzliche Sicherheit geschaffen werden soll, etwa in Pflegeeinrichtungen. Ungeimpfte, die 3G-Veranstaltungen besuchen wollen, können ab dem 11. Oktober gültige Testnachweise nur noch bei Ärzten, Apothekern oder Laboren bekommen. Nach dem 3G-Modell können neben Geimpften und Genesenen auch negativ Getestete an Veranstaltungen teilnehmen. Anders als bei 2G (nur Geimpfte und Genesene) gelten aber strengere Auflagen wie Maskenpflicht oder eine Beschränkung der Teilnehmer- beziehungsweise Besucherzahl.

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Schnelltests vor Ort vereinzelt weiterhin möglich

Generell gilt laut Helfrich in Hamburg weiterhin: "Ein Schnelltestergebnis darf weiterhin höchstens 24 Stunden vor dem Betreten festgestellt worden sein, ein PCR-Testergebnis gilt 48 Stunden. Der Nachweis über die Genesung darf maximal sechs Monate alt sein." Alternativ besteht zum Beispiel beim Friseur oder im Beauty-Salon auch die Möglichkeit, dass vor Ort unter Aufsicht ein kostenpflichtiger Schnelltest durchgeführt wird. (dpa/kst)