Was dann herauskommt, sorgt bei Beamten für Entsetzen

Polizei findet ihren kiffenden Hausmeister

Peinlicher Vorfall für Berliner Polizei.
Peinlicher Vorfall für Berliner Polizei.
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27. Oktober 2021 - 14:03 Uhr

Zugang zu sensiblen Räumlichkeiten

Ein Hausmeister einer Polizei-Dienststelle wird beim Kiffen erwischt. Bei den anschließenden Ermittlungen stellt sich raus: Er wird als linksextremer Straftäter geführt. Das berichtet die Berliner Zeitung. Wie konnte es dazu kommen?

Überraschung bei Überprüfung der Personalien

Für den 54-Jährigen, nun ehemaligen, Hausmeister der Polizei in Berlin-Lichterfelde hat sich diese Tüte nicht gelohnt. Laut Berliner Zeitung wurde er vor einigen Tagen auf dem Gelände am Augustaplatz beim Kiffen erwischt. Das allein macht sich bei einer Polizei-Dienststelle schon nicht so gut, zumal dort auch das SEK ansässig ist. Bereitwillig lässt er anschließend seine Wohnung durchsuchen, dort finden Beamte geringe Mengen Cannabis. In Berlin ein Kavaliersdelikt.

Problematisch wird das Ganze erst, als die Beamten im Rahmen der Ermittlungen die Personalien genauer überprüfen. Und zwar problematisch vor allem für die Polizei. Denn der 54-Jährige ist im System unter der Rubrik "PMK-Links (Politisch motivierte Kriminalität Links)" als Straftäter geführt, berichtet die Berliner Zeitung.

Als Hausmeister hat der Mann naturgemäß Zugang zu diversen Räumlichkeiten. Unter anderem sind in der Dienststelle auch Beamte untergebracht, die sich als Zivilbeamte unter 1.-Mai-Demos mischen – um linke Randalierer zu bespitzeln.

Hausmeister wurde Hausverbot erteilt

Für die Polizei ist die Situation äußerst peinlich. Angeblich gab es eine Zuverlässigkeitsprüfung. Doch die war offenbar wenig zuverlässig – die extremistische Gesinnung fiel nicht auf. Immerhin wurde dem 54-Jährigen jetzt umgehend ein Hausverbot erteilt, wie ein Sprecher der Berliner Zeitung berichtet: "Die Zutrittsschlüssel wurden selbstverständlich umgehend eingezogen." (mch)