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Bearbock kritisiert Greenpeace-Aktion bei EM-Spiel: "Total daneben!"

Grüne verurteilen Aktion vor EM-Spiel

Baerbock: Greenpeace-Aktion „total daneben“!

17.06.2021, Berlin: Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, spricht bei der Vorstellung ihres Buches «Jetzt. Wie wir unser Land erneuern». Foto: Christoph Soeder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Auf Buchvorstellung: Annalena Baerbock kritisiert Greenpeace-Aktion
christoph soeder jai, dpa, Christoph Soeder

Vor EM-Partie Deutschland-Frankreich: Gleitschirmflieger muss notlanden

Die Notlandung in der Münchener Arena eines Greenpeace-Aktivisten vor dem EM-Spiel zwischen Deutschland und Frankreich, sorgt für Aufregung. Der Motorschirm-Flieger wollte eigentlich vor Spielbeginn einen Ball mit einer Botschaft aufs Spielfeld werfen, hat mit der Aktion aber Fans in Gefahr gebracht. Nun äußert sich auch Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock zu dem Vorfall und kritisiert ihn scharf.

Baerbock gegen Aktion

„Diese Stadion-Aktion war natürlich total daneben und unverantwortlich und ist hart zu kritisieren“, sagte Baerbock bei der Vorstellung ihres Buchs „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“. Bei der Aktion der Umweltorganisation „Greenpeace“ wurden am Dienstag zwei Menschen verletzt . Ursprünglich wollten die Aktivisten gegen den EM-Sponsor Volkswagen protestieren und einen Ball mit einer Botschaft aufs Spielfeld werfen. Die Aktion missglückte. Der Verband hat mittlerweile Verantwortung für die Aktion übernommen und sich entschuldigt.

Status "Gemeinnützigkeit" bei Greenpeace auf dem Prüfstand

Die Aktion löst nun eine Debatte über den Status der Gemeinnützigkeit von Organisationen wie Greenpeace aus. Organisationen bekommen dieses Status, wenn sie „selbstlos im Sinne des Allgemeinwohls handeln“. Dadurch erhalten sie gewisse steuerrechtliche Vorteile. Mehrere Politiker – darunter Friedrich Merz – zweifeln nach der Aktion von Greenpeace an dessen Status und fordern diesen überprüfen zu lassen. Auch Baerbock ergänzte: „Aber auch da: Ich erlebe ja gerade, was hier politische Wettbewerber gerade für Spiele treiben.“

Einzelaktionen im Wahlkampf zu nutzen oder „Äußerungen von Intellektuellen zu instrumentalisieren, das ist nicht meine Art von Wahlkampf, und da werde ich nicht mitmachen“. Zur Frage der Gemeinnützigkeit von Organisationen gebe es klare gesetzliche Regelungen, die jeder Politiker kennen solle. (dpa/khe)

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