Lebensmittelkontrolleure finden Keime in Weizenmehl

Darminfektions-Risiko: Bloß keinen rohen Keksteig naschen!

Nichts geht über selbstgebackene Plätzchen. Vor allem Kinder und ältere Menschen sollten jedoch nicht von rohem Teig naschen.
Nichts geht über selbstgebackene Plätzchen. Vor allem Kinder und ältere Menschen sollten jedoch nicht von rohem Teig naschen.
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03. Dezember 2021 - 11:14 Uhr

Finger weg von rohem Teig!

Für viele ist das Plätzchen backen eines der Highlights der Adventszeit. Und nicht nur Kinder naschen gern vom Keksteig. Doch genau das kann schwerwiegende Folgen haben: Lebensmittelkontrolleure haben in Weizenmehl krankmachende Bakterien nachgewiesen. Diese können schwere Darmentzündungen verursachen.

Keime können schwere Darmentzündungen auslösen

In 22 von insgesamt 242 untersuchten Proben aus Mühlenbetrieben (gut 9 Prozent) wiesen die Kontrolleure im vergangenen Jahr sogenannte STEC-Bakterien nach, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte.

Während E.coli-Bakterien bei Mensch und Tier zur gesunden Darmflora dazugehören, handelt es sich bei STEC-Bakterien - Shiga-Toxin bildende E. coli Bakterien - hingegen um krankmachende Varianten der E.coli-Bakterien. Sie zeichnen sich durch eine Reihe von besonderen Eigenschaften aus, unter anderem der namensgebenden Fähigkeit, einen bestimmten Giftstoff zu bilden. Gelangen diese Bakterien in den Körper, können sie eine Darmentzündung auslösen, die einen schweren Verlauf nehmen kann.

Besonders gefährdet seien ältere oder immungeschwächte Menschen sowie kleine Kinder, hieß es. Bei ihnen kann eine Infektion bis zum hämolytisch-urämischen Syndrom führen, das oftmals mit einem akuten Nierenversagen einhergeht, wie das BVL erläutert.

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Vorhandene Keime werden beim Backen abgetötet

"Essen Sie Keks- oder Plätzchenteig möglichst nicht roh", empfiehlt BVL-Präsident Friedel Cramer. "Erst bei vollständiger Erhitzung im Backofen werden mögliche STEC-Bakterien im Mehl abgetötet; vorher sollten Sie Ihre Kinder nicht naschen lassen."

Zudem soll eine gute Küchenhygiene eingehalten werden, um eine Übertragung der Erreger auf andere Lebensmittel zu verhindern.

Insgesamt hatten die Überwachungsbehörden der Bundesländer im Jahr 2020 fast 369.000 Betriebe und nahezu 597.000 Erzeugnisse kontrolliert. (dpa/nri)

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