„Unsere kleine Kämpferin“

Baby wird mit fußballgroßer Zyste am Hals geboren – und überrascht alle

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3. September 2019 - 14:51 Uhr

Große Sorge bei der komplizierten Geburt

"Mir war richtig schlecht, als ich die Wucherung das erste Mal sah, weil ich so geschockt war. Ich habe eine Zyste der Größe eines Tennisballs erwartet, aber sie war doppelt so groß wie ihr Kopf." So beschreibt der frischgebackene Vater Daniel Burress den Moment, in dem er seine Tochter das erste Mal sah. Was für andere Eltern ein magischer Moment ist, drehte ihm den Magen um – aus Sorge um die kleine Bella-Rose, die mit einer riesigen Zyste am Hals geboren wurde.

40 Ärzte standen bei der Geburt bereit, um sich um Bella zu kümmern

Doch auch schon vor diesem Moment dürften Daniel und seine Partnerin Tabitha Pilarski der Geburt eher ängstlich entgegengefiebert haben. Nachdem die Zyste, bei der es sich um ein Hygroma colli oder zervikales Hygrom handelt, in ihrer 20. Schwangerschaftswoche auf dem Ultraschall diagnostiziert wurde, war die restliche Schwangerschaft von Krankenhausbesuchen geprägt. Das Flüssigkeitsgeschwulst am Hals des Babys wuchs noch im Bauch der werdenden Mama von sechs auf über 13 Zentimeter an.

"Ich war während der Geburt in Narkose", verrät Tabitha gegenüber "The Sun". "Deshalb habe ich erst gesehen, wie groß die Zyste war, als die Ärzte mir Bilder zeigten. Es war vermutlich der furchteinflößendste Moment meines Lebens." Doch zu diesem Zeitpunkt hatte ein Team aus 40 Ärzten sich bereits um die kleine Bella-Rose gekümmert und die Zyste in einer lebensrettenden Operation entfernt. Die Mediziner sprechen von einem Wunder!

Familie und Freunde rieten ihnen zur Abtreibung

Eltern mit Baby nach der Operation
Freunde rieten Tabitha und Daniel dazu, das Baby abzutreiben. Davon wollten die beiden nichts wissen.
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"Sie ist so eine Kämpferin und hat dem Schicksal getrotzt. Wir mussten während der Schwangerschaft positiv für sie sein", so die stolze Mama. Dabei hatten sie und ihr Partner in dieser schwierigen Zeit mit viel Gegenwind zu kämpfen – und das auch noch aus den eigenen Reihen. Viele Freunde und Verwandte hätten das Paar unter Druck gesetzt, dass eine Abtreibung vielleicht die bessere Lösung wäre.

Die Risiken für das zu dem Zeitpunkt noch ungeborene Baby waren groß. Da die Zyste am Hals wuchs, hätte der Winzling Probleme mit der Atmung bekommen können. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass Bella taub zur Welt kommt, sei hoch gewesen. Doch die Eltern glaubten daran, dass ihr Baby es schaffen kann und schon alles gut werde. "Wir hatten niemals vor, dieses wunderschöne Mädchen abzutreiben. Egal wie sie auf die Welt gekommen wäre." Dennoch hätten sie sich mehr Unterstützung von ihrem Umfeld gewünscht. "Man sollte meinen, dass deine engsten Freunde und Familienmitglieder dich einfach nur von Tag eins an unterstützen", findet Daniel. "Es hat uns gezeigt, wer wirklich für uns da ist."

Was ist Hygroma colli?

Bei der Zyste von Bella-Rose handelte es sich um das sogenannte Hygroma colli. Darunter versteht man eine angeborene Fehlbildung der Lymphgefäße, durch die es zu einem flüssigkeitsgefüllten Geschwulst von unterschiedlicher Größe seitlich am Hals kommt. Das Hygroma colli ist eine Sonderform des Lymphangioms, also ein gutartiger Tumor. Die Fehlbildung liegt bei etwa einer von 12.000 Geburten vor.