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Autsch! Wenn aus der Grippe plötzlich eine Mittelohrentzündung wird

Mittelohrentzündungen sind extrem schmerzhaft
Ohrenschmerzen? Dann ab zum Arzt! Mit einer Mittelohrentzündung (Otitis) ist nicht zu spaßen. © iStockphoto

Die Grippeotitis gilt als besonders gefährlich - und sie ist sehr schmerzhaft

Hat es Sie auch schon erwischt? Deutschland hustet und niest! Schuld ist die Grippewelle, die laut Robert-Koch-Institut jetzt zwar ihren Höhepunkt erreicht haben dürfte - für eine Entwarnung ist es allerdings noch zu früh. Denn der Schnief-Spuk ist leider nicht von heute auf morgen vorbei, und für einige von uns könnte er noch Folgen haben. Manchmal entwickelt sich aus einer Influenza nämlich eine extrem schmerzhafte Mittelohrentzündung, die sogenannte Grippeotitis. Auch ein harmloser Schnupfen kann zur fiesen Ohrenentzündung werden.

So dringen Viren und Bakterien vom Rachen bis ins Mittelohr vor

Das Problem: Unser Nasen-Rachen-Raum ist mit dem Mittelohr verbunden, und zwar durch eine etwa vier Zentimeter kurze Röhre namens Ohrtrompete. Über diesen Mini-Gang können Viren und Bakterien vom Rachen bis ins Mittelohr vordringen und dort eine Entzündung auslösen. Besonders oft passiert das bei Kleinkindern, denn deren Ohrtrompete ist kürzer als die von Erwachsenen. Krankheitserreger haben bei den Kleinen also einen besonders "kurzen Dienstweg". Wenn wir uns erkälten, kann der Verbindung zwischen Nasen-Rachen-Raum und Mittelohr anschwellen, was die Belüftung stört und ebenfalls das Risiko für eine Mittelohrentzündung erhöht.    

Die Symptome: Stechende Ohrenschmerzen, über 39 Grad Fieber, Druck im Ohr. Alles sehr unangenehm. Kinder klagen bei einer Otitis media acuta häufig auch über Bauchweh. Das Druckgefühl im Ohr entsteht dadurch, dass sich Sekret hinter dem Trommelfell staut. Das Trommelfell kann sogar einreißen, wenn der Druck zu groß wird. Soweit sollten Sie es aber auf keinen Fall kommen lassen - bei Ohrenschmerzen gilt: ab zum Arzt! Vor allem bei Mittelohrentzündungen, die nach einer Grippe-Diagnose auftreten (die Grippeotitis gilt als gefährlichste Form der Mittelohrentzündung). Wenn Sie die Entzündung verschleppen, drohen bleibende Hörschäden, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern.      

Ist bei einer Otitis immer ein Antibiotikum nötig?

Der Arzt wird sich das Trommelfell mit einem Ohr-Mikroskop checken und dann eine passende Therapie empfehlen. Normalerweise heilt die Otitis nach wenigen Tagen von selbst aus, bei einer bakteriellen Infektion ist aber teilweise eine Behandlung mit einem Antibiotikum nötig, um Folgeschäden zu verhindern.

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