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Autokindersitze: Die Testsieger bei ADAC und Stiftung Warentest

Die Tops und die Flops

Autokindersitze im Test: Stiftung Warentest und ADAC finden schädliche Brandschutzmittel

Kleinkind im Autokindersitz
Viele Autokindersitze sind laut Stiftung Warentest und ADAC empfehlenswert - einige enthalten aber zu viel schädliche Brandschutzmittel.
Getty Images, MartinPrescott

Bis zum Alter von zwölf Jahren oder einer Körpergröße von 1,50 Meter ist ein Kindersitz im Auto laut Straßenverkehrsordnung Pflicht. Entsprechend groß ist die Auswahl an Modellen, zumal bei Babys natürlich andere Dinge wichtig sind als bei Klein- oder Schulkindern. Gemeinsam mit dem ADAC hat Stiftung Warentest jetzt erneut 26 Modelle geprüft. Während bei den Sitzen zum ersten Mal die Bestnote „sehr gut“ dabei ist, erwiesen sich andere wegen eines zu hohen Gehalts schädlicher Brandschutzmittel als „mangelhaft“. Das sind die Tops und Flops.

Kindersitz im Härtetest
Härtetest: Beim Aufprall muss der Kindersitz seinen Insassen bestmöglich schützen. Foto: Stiftung Warentest/dpa-tmn
deutsche presse agentur

Die besten Autokindersitze

An den zehn getesteten Babyschalen hatten die Expertinnen und Experten nur wenig auszusetzen: Sie sind alle „gut“, so etwa der Maxi-Cosi CabrioFix i-Size * (ca. 150 Euro, mit Basis 300 Euro), der Cybex Aton B2 i-Size * (160 Euro, mit Basis 240 Euro) oder der Pep-Pérego Primo Viaggio SLK (199 Euro, mit Basis 340 Euro). Hier können Eltern also mit gutem Gewissen nach Bedienung oder Gewicht auswählen. Die Basis erleichtert vor allem den Anschnallprozess.

Klarer Testsieger mit der Note „sehr gut" (1,5) ist der Cybex Anoris T i-Size *, der mit 700 Euro allerdings auch preislich an der Spitze liegt. Geeignet ist er für Kinder zwischen 76 und 115 Zentimetern Körpergröße. Das Besondere: Bei einem Unfall öffnet sich aus einem Fangkörper vor dem Bauch ein Airbag direkt vor dem Kind und spannt von Kopf bis Knie ein Polster auf – im Crashtest wurde der Aufprall so stark gedämpft.

In der Altersklasse „Kind bis 1,50 m“ schnitt der Britax Römer Kidfix M i-Size * (ca. 180 Euro) mit der Note 2,0 am besten ab; im Bereich „Baby plus Kleinkind“ machte der Maxi-Cosi Mica Pro i-Size (Note 2,1, ca. 400 Euro) in Sachen Preis und Sicherheit das Rennen.

Das sind die Testverlierer

In drei Sitzen fanden die Tester zu viel schädliches Flammschutzmittel, der Gehalt lag weit über dem Grenzwert der Spielzeugrichtlinie. Zwei der insgesamt vier Sitze mit der Note „mangelhaft" fielen allein wegen dieser Schadstoffbelastung durch – in puncto Sicherheit und Preis schnitten sie nämlich gut ab: Der Walser Kids Experts Noemi für Kinder bis 1,50 Meter (ca. 80 Euro) und der Lionelo Antoon RWF für Babys und Kleinkinder (ca. 200 Euro). Der Urban Kanga Uptown TV107 (ca. 149 Euro) hingegen versagte sowohl im Hinblick auf Schadstoffe als auch auf die Sicherheit: Sein Seitenaufprallschutz ist ebenfalls „mangelhaft“.

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Ältere Testsieger weiterhin erhältlich

Auch einige gute und ein sehr guter Autokindersitz aus den Tests der vergangenen zwei Jahre sind weiterhin erhältlich. Was die Bilanz der Schadstoffe angeht, sind deren Testergebnisse allerdings nicht exakt mit denen der Sitze aus diesem Jahr vergleichbar.

Der Unterschied: Bisher wurden Proben aus verschiedenen Sitzteilen gemischt und analysiert. Dieses Mal wurden jeweils Einzelproben genommen, der Test wird dadurch genauer. (rka/dpa)

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