Zwölfte Deutsche im All

Astronaut Matthias Maurer: Das ist unser neuer Mann im Weltraum

09. September 2021 - 14:04 Uhr

Start am 31. Oktober

In knapp sieben Wochen soll Astronaut Matthias Maurer (51) als nächster Deutscher zur Raumstation ISS abheben. "Ich kann es kaum abwarten, mich nach Ankunft auf der Internationalen Raumstation in die Cupola, unser Aussichtsmodul auf der ISS, zu begeben", sagte er zum geplanten Start am 31. Oktober.

Neue Tradition im Kölner Astronautenzentrum

"Ich freue mich natürlich, dass es jetzt soweit ist", sagte Maurer. "Nun geht es endlich los Richtung Weltraummission." Er hat sich fast 13 Jahre lang auf die Reise vorbereitet. Am schwierigsten sei das Training unter Wasser gewesen, bei dem die Astronauten die Arbeit in der Schwerelosigkeit üben. "Das ist körperlich und mental anstrengend", betonte Maurer.

Vor seinem geplanten Flug ins All hat Matthias Maurer in Köln ein Bäumchen gepflanzt - und will damit auch eine neue Tradition begründen. Vor einer Reise in den Weltraum würden Astronauten am russischen Kosmodrom Baikonur in Kasachstan seit Jahrzehnten ein Bäumchen pflanzen, sagte Maurer am Donnerstag in Köln. "Und da ich nicht von Kasachstan starten darf, sondern mit einer ganz neuen amerikanischen Kapsel, habe ich den Wunsch geäußert, dass auch ich ein Bäumchen pflanzen darf und damit vielleicht eine neue Tradition hier im Astronautenzentrum starte", betonte der 51 Jahre alte Saarländer.

Der Amberbaum sei aber mehr als nur ein Baum. "Er ist auch ein Symbol dafür, dass Raumfahrt am Wachsen ist - weltweit, aber auch in Europa."

Matthias Maurer
Matthias Maurer pflanzt in Köln einen Baum.
© deutsche presse agentur

Maurer fliegt voraussichtlich am 31. Oktober von den USA aus mit den Nasa-Astronauten Raja Chari und Thomas Marshburn sowie der Nasa-Astronautin Kayla Barron für ein halbes Jahr zur Internationalen Raumstation ISS. Er wird dann der zwölfte Deutsche im All und der vierte Deutsche auf der ISS sein. Die Besatzung fliegt mit einem "Crew Dragon"-Raumschiff von SpaceX zum Außenposten der Menschheit.

Matthias Maurer fliegt in den nächsten Tagen zum Start in die USA. Er versprach jedoch in Köln: "I'll be back." (dpa/aze)

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