Tipps gegen das Motivationsloch

Arbeiten nach den Feiertagen: Wie es ohne "Post-Holiday-Syndrom" klappt

Nach einigen freien Tagen zurück auf der Arbeit - doch die Motivation lässt auf sich warten? Dann geht es Ihnen wie vielen Menschen.
Nach einigen freien Tagen zurück auf der Arbeit - doch die Motivation lässt auf sich warten? Dann geht es Ihnen wie vielen Menschen.
© grinvalds

02. Januar 2022 - 22:48 Uhr

Der Ernst des Lebens geht weiter

Die Geschenke sind ausgepackt, das große Schlemmen ist vorbei, die Sektflöten sind geleert und die ersten Vorsätze womöglich schon wieder gebrochen – Zeit, wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Doch nach all den festlichen Tagen gar nicht so einfach, wieder im Büro oder Home Office zu sitzen und seinem Job nachzugehen. Nicht nur die Motivation ist im Keller, sondern mitunter sogar die Leistung. Experten sprechen von einem "Post-Holiday-Syndrom". Mit diesen Tipps können Sie sich aus dem Motivationsloch befördern.

Sie finden nach den freien Tagen nicht direkt wieder in Ihren gewohnten Trott? Kein Problem!

Irgendwann sind selbst die schönsten Zeiten vorbei! Diese Erkenntnis dürfte den ein oder anderen regelmäßig sonntags treffen, wenn das Wochenende schon wieder verflogen ist. Oder aber auch nach dem Urlaub oder ein paar wohl verdienten freien Tagen. Plötzlich klingelt wieder der Wecker, es warten etliche E-Mails und Benachrichtigungen auf einen, die Motivation hält sich in Grenzen und irgendwie fragt man sich: Wie geht mein Job nochmal? Viele Beschäftigte leiden an dem sogenannten "Post-Holiday-Syndrom", einem Stimmungs- und Leistungstief, das sich einstellt, wenn man plötzlich wieder am Schreibtisch sitzt und seiner Arbeit nachgehen muss. Was sonst einem angenehmen Rhythmus gleicht, fühlt sich auf einmal an wie eine unlösbare Aufgabe.

Was bereits hilft? An der eigenen Einstellung zu schrauben. Die Beraterin Petra Kruppenbacher erklärt in einem Beitrag der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), dass man sich positiv auf den Wiedereinstieg stimmen sollte. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, solle man sich vor allem fragen, was einem an seinem Job gut gefällt, was man gerne macht und was einem Freude bereitet.

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Diese Tipps helfen ebenfalls

Ist man dann endgültig zurück, sollte man die angefallenen Aufgaben priorisieren und das Arbeitspensum in überschaubare Einheiten aufteilen, so die Expertin. Das sorgt nicht nur dafür, dass die Gelassenheit der freien Tage nicht sofort verfliegt, sondern auch dafür, dass man nicht direkt am frühen Morgen völlig überfordert ist. Schon vor dem ersten Kaffee nicht mehr zu wissen, wo man überhaupt anfangen soll? Darauf kann man getrost verzichten!

Die kleinen Erfolgserlebnisse zeigen sich vor allem dann, wenn man die Arbeitseinheiten in fixe Zeitspannen einteilt und auf eine gewisse Minutenanzahl begrenzt. Ist die Zeit dann abgelaufen, kann man deutlich erkennen, was man schon geschafft hat und sich dem nächsten Ziel widmen.

Petra Kruppenbacher rät außerdem dazu, regelmäßig Pausen einzuplanen. Was Sie unbedingt vermeiden sollten? Am Schreibtisch zu essen. Besser ist es, sich zwischendurch zu bewegen und etwa an der frischen Luft spazieren zu gehen. Das hält Körper und Geist in Schwung.

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"Post-Holiday-Syndrom"? Nein danke!

Eine Frau sitzt an ihrem Schreibtisch und scheint abgelenkt bzw. nicht sonderlich konzentriert.
Hä, wie geht mein Job nochmal? Wenn Sie nach den Feiertagen nicht sofort wieder in Ihren gewohnten Trott kommen, ist das völlig normal.
© www.peopleimages.com, Yuri Arcurs peopleimages.com

Wenn gar nichts mehr geht und das "Post-Holiday-Syndrom" völlig von Ihnen Besitz ergriffen hat? Dann hilft das Sprichwort "Vorfreude ist die schönste Freude". Planen Sie zum Beispiel Ihren nächsten Kurztrip oder Urlaub. Denn: Kurze und kleine Auszeiten im Jahr sorgen für eine regelmäßigere Erholung, so Kruppenbacher. Gerade zum Jahresanfang haben Berufstätige so nicht nur einen Überblick darüber, was dieses Jahr ansteht, sondern auch worauf sie sich freuen können.

Und wenn selbst das nicht funktioniert? Alles geht vorüber! In einigen Tagen haben Sie die erste Woche des neuen Jahres überstanden und sind wieder voll im Arbeitsrhythmus drin. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, bleibt Ihnen überlassen. (vdü)

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