Chefin der Tourismus-Agentur

Urlaub in Deutschland wird 2022 teurer: Mit welchen Tipps Sie sparen können

Touristen am Strand von Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein.
Touristen am Strand von Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein.
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02. Januar 2022 - 7:33 Uhr

Corona-Maßnahmen treiben Preise in die Höhe

Um wegen möglicher Corona-Maßnahmen auf der sicheren Seite zu sein, planen viele ihren Urlaub 2022 in Deutschland zu verbringen. Durch die gestiegene Nachfrage und wegen der Auflagen sind die Preise gestiegen. Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein, erklärt, wie Sie dennoch einen günstigen und schönen Urlaub verbringen können.

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Hotspots bereits jetzt beliebt - lieber in unbekanntere Gegenden

Trotz aller Unsicherheiten infolge der Corona-Pandemie rechnet die Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH), Bettina Bunge, für 2022 mit einer positiven Entwicklung der Branche. Die touristischen Hotspots meldeten für das nächste Jahr bereits gute bis sehr gute Buchungszahlen, sagte Bunge. "Gerade in den Städten und weniger bekannten Regionen sind aber noch Kapazitäten frei," sagte die Chefin der Landesmarketingagentur.

"Die Preise für touristische Angebote werden 2022 steigen, unter anderem wegen der Aufwendungen der Betriebe für Hygienemaßnahme und stark gestiegener Preise für Energie und Lebensmittel," sagte Bunge "Dabei müssen wir aufpassen, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis in Schleswig-Holstein wettbewerbsfähig bleibt", warnte sie.

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Positive Aussicht für Schleswig-Holstein

Bunge sei aber zuversichtlich, dass Schleswig-Holstein die im Bundesvergleich relativ guten Übernachtungszahlen des Jahres 2021 wieder erreichen könne. "Auch im Jahr 2022 wollen die Menschen sicher reisen können. Wir in Schleswig-Holstein haben den Vorteil, dass wir mit unseren touristischen Modellregionen im Frühjahr diesen Jahres gezeigt haben, dass das bei uns möglich ist."

Trotz des mehrere Monate andauernden Beherbergungsverbots gab es nach Angaben des Statistikamtes Nord zwischen Januar und September 2021 in Schleswig-Holstein 25,7 Millionen Übernachtungen. Das waren zwar fast 14 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2019, aber vier Prozent mehr als zwischen Januar und September 2020.

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Alternativen finden zu Touristen-Hotspots

Ziel der Landesregierung ist weiterhin die Lenkung der Gästeströme, um die in der Hauptsaison oft überfüllten Tourismusorte an der Nord-und Ostsee zu entlasten. Dazu würden vor allem im Binnenland Übernachtungs- und Tagungsmöglichkeiten gebraucht, sagte Bunge. Auf das ganze Land bezogen gebe es dagegen kein Kapazitätsproblem.

Nach Angaben des Landes gab es im September 2021 in Schleswig-Holstein rund 237.000 Gästebetten in knapp 3.800 Betrieben mit mindestens zehn Betten. 2020 waren es den Angaben zufolge rund 232.000 Betten in gut 3.800 Betrieben. (dpa/lra)