Für Mega-Fight Joshua vs. Fury

Saudis wollen Outdoor-Arena hochziehen

2019 kämpften Anthony Joshua und Andy Ruiz in einer Open-Air-Arena in Diriyya nahe Riad um drei WM-Gürtel
2019 kämpften Anthony Joshua und Andy Ruiz in einer Open-Air-Arena in Diriyya nahe Riad um drei WM-Gürtel
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14. Mai 2021 - 11:20 Uhr

"Sehe nichts, was den Kampf noch stoppt"

Wie bei einem Boxkampf geht es auch in der Planung für den Mega-Fight zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua Jab für Jab, Schritt für Schritt, Richtung Spektakel. Die Promoter der beiden britischen Schwergewichts-Weltmeister bestätigten nun einen neuen Termin nach Olympia und verrieten, dass eine besondere Freiluftarena am Roten Meer in Planung sei.

Saudi-Arabien bemühte sich intensiv um den Fight

Die Würfel sind offenbar gefallen: Der 14. August soll der Tag respektive die Nacht sein, an dem der Mega-Fight zwischen den beiden besten Boxer ihrer Gewichtsklasse stattfindet – und zwar in Saudi-Arabien. Das bestätigten die Strippenzieher der Champions.

Hinter den saudischen Bemühungen stecke insbesondere der stellvertretende Verteidigungsminister Khalid bin Salman, verriet Eddie Hearn, Promoter von Anthony Joshua.

"Prinz Khalid steht hinter dem Kampf und wenn er sagt, dass der Fight stattfindet, was sie getan haben, vertraue ich ihnen zu 100 Prozent und sie werden uns nicht enttäuschen", sagte Hearn. Medienberichten zufolge zahlen die Saudis 150 Millionen Dollar, um den Kampf um die unumstrittene Meisterschaft aller Box-Klassen in ihrem totalitären Königreich auszutragen.

Arena soll sehr "besonders" werden

ARCHIV - 21.02.2020, USA, Las Vegas: Boxen: WBO-Weltmeisterschaft im Schwergewicht, Deontay Wilder - Tyson Fury. Tyson Fury kommt zum Wiegen. Weltmeister Tyson Fury sieht im Boxen eine Art Lebensversicherung. (zu dpa: "Weltmeister Fury: Boxen «mein S
Hat noch nicht unterschrieben: Tyson Fury.
© dpa, Bradley Collyer, blo kay

Laut dem Promoter soll für das Spektakel eigens eine Outdoor-Arena – vermutlich in Dschidda – gebaut werden ähnlich wie 2019 in Diriyya nahe der Hauptstadt Riad beim Kampf Joshua gegen Andy Ruiz Jr. "Sie wollen etwas sehr, sehr Besonderes bauen", sagte Hearn. "Sie haben binnen sieben Wochen eine Arena für den Ruiz-Kampf gebaut, in die 18.000 Zuschauer passten."

Bleibt es bei dem anvisierten Datum, kann Joshua auf Trainer Robert McCracken setzen. Zuvor hatte eine Terminkollision mit Olympia gedroht. McCracken ist als "Performance Direktor" auch für das britische Box-Team in Tokio dabei. Die Olympischen Spiele gehen eine Woche vor dem neuen Kampftermin zu Ende.

Ganz in trockenen Tüchern ist der Fight aber noch nicht. Denn Furys Vertrag ist noch nicht unterzeichnet. Das habe unter anderem daran gelegen, dass die Papiere wegen der Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan später versendet worden seien, so Hearn. Dazu gehe es jetzt noch um "Bankgarantien und Treuhandverträge". Aber: "Der Deal ist abgeschlossen, ich sehe nichts, was den Kampf noch stoppt", stellte "Fast Eddie" klar.

Fury, 32 Jahre alt, hält den WM-Titel des Verbandes WBC, den er bei seinem bislang letzten Kampf im Februar 2020 durch technischen K.o. dem Amerikaner Deontay Wilder abknöpfte. Der "Gypsy King" ist in seinen 31 Profikämpfen noch unbesiegt. Der 31-jährige Joshua ist Weltmeister der Verbände IBF, WBA und WBO, gewann 24 seiner 25 Duelle als Preisboxer, 22 davon durch K.o.

Es sind zunächst zwei Kämpfe der Briten geplant. Nach dem ersten Schlagabtausch im Sommer könnte der Rückkampf im November oder Dezember steigen. (msc)