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Amoklauf in Heidelberg: Polizeipräsident erklärt Chronologie - 7 Notrufe innerhalb von 43 Sekunden

Chronologie der Ereignisse

Heidelberg: 18-Jähriger lief in Hörsaal Amok - Sieben Notrufe innerhalb von 43 Sekunden

Chronologie der Ereignisse nach Amoklauf in Heidelberg "Sieben Notrufe in 43 Sekunden"
03:15 min
"Sieben Notrufe in 43 Sekunden"
Chronologie der Ereignisse nach Amoklauf in Heidelberg

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"Sieben Notrufe innerhalb von 43 Sekunden", so beschreibt Polizeipräsident Siegfried Kollmar, wie die Polizei vom Amoklauf in Heidelberg erfuhr. Das war um 12:24 Uhr. Dann beschreibt er minutengenau den weiteren Einsatz. Durch die Notrufe wurde schnell klar: Eine Person ist in einen Hörsaal eingedrungen und hat mehrfach mit einer Waffe geschossen. Die Polizei ging von einem Amoklauf aus.

Die Chronologie der Ereignisse nach Amoklauf in Heidelberg

24.01.2022, Baden-Württemberg, Mannheim: Siegfried Kollmar, Polizeipräsident des Polizeipräsidium Mannheim, spricht während einer Pressekonferenz zum Amok-Lauf in Heidelberg. Auf dem Campus der Heidelberger Universität hat es einen Amoklauf gegeben.
Siegfried Kollmar, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Mannheim
scg kno, dpa, Sebastian Gollnow

Durch die sieben verschiedenen Notrufe waren sich die Einsatzkräfte im Führungs- und Lagezentrum einig: Das ist kein Fake. Sechs Minuten, nachdem die Anrufe eingegangen waren, um 12:30 Uhr, standen drei Streifenwagen vor dem Gebäude, in dem sich der Hörsaal befindet. Um 12:33 Uhr waren die Polizisten bereits dabei sich „aufzumunitionieren“:

Sie zogen also ihre Helm- und Schutzausrüstung an. Danach ging es ins Gebäude hinein, immer in Teams zu dritt wurde Raum für Raum durchsucht. Um 12:43 Uhr sicherten die Einsatzkräfte den Hörsaal, um 12:51 Uhr fanden sie einen tote Person im Außenbereich: der mutmaßliche Täter.

Der Mannheimer Polizeipräsident erklärt, ein 18-jähriger Deutscher sei mutmaßlich mit mehreren Waffen aus dem Ausland in einen Hörsaal gestürmt und habe das Feuer eröffnet. Die Chronologie der Ereignisse – im Video.

Staatsanwalt: Keine Vorstrafen - Waffen aus dem Ausland

Nach dem Amoklauf in Heidelberg
Polizisten untersuchen eine Waffe auf dem Gelände der Universität Heidelberg
deutsche presse agentur

Eine junge Studentin (23) starb nach einem Kopfschuss, drei weitere Studierende wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter erschoss sich selbst.

Der Mannheimer Polizeipräsident sagte in einer Pressekonferenz, der 18-Jährige habe in Mannheim gewohnt. Beim Amoklauf soll er zwei Langwaffen dabeigehabt haben. Wie Andreas Herrgen, Leiter der Staatsanwaltschaft Heidelberg, erklärte, hatte der 18-Jährige keine Vorstrafen.

Zum Kauf der Waffen im Ausland und dem Tatmotiv werde weiter ermittelt. Die Wohnung des 18-Jährigen und der Wohnsitz seiner Eltern seien bereits durchsucht worden. Sowohl die Erschossene als auch die Leiche des 18-Jährigen sollen obduziert werden. (tka/ swi)

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