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Aktuelle Studie: Rotwein soll vor Stress und Depressionen schützen

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Aktuelle Studie: Rotwein soll vor Stress und Depressionen schützen

Rotwein Glas
Rotwein enthält die Pflanzenverbindung Resveratrol, welche vor Stress und Depressionen schützen soll.
iStockphoto

Eine pflanzliche Verbindung im Rotwein soll vor Stress schützen

Forscher der Universität Buffalo im US-amerikanischen Bundesstaat New York haben herausgefunden, dass Rotwein eine pflanzliche Verbindung enthält, die vor Depressionen und Stress schützen soll.

Rotwein schmeckt lecker, macht locker - und ist gesund?

Es ist ein Mythos, der sich hartnäckig hält: Rotwein soll gesund sein und vor Herzinfarkt und Schlaganfällen schützen. Andere Studien behaupten das Gegenteil. Demnach steige das Risiko eines frühzeitigen Todes um 20 Prozent, wenn man mehr als drei Gläser Wein pro Woche trinkt.

Doch jetzt hat ein chinesisch-amerikanisches Forscherteam der New Yorker Universität festgestellt, dass Rotwein die pflanzliche Verbindung Resveratrol enthält, die Stress abbauen kann und vor Depressionen schützen soll. Laut der Forschungsergebnisse , die auf der Homepage der Universität und im Fachblatt "Neuropharmacology" veröffentlicht wurden, soll Resveratrol die Wirkung eines Enzyms blockieren, das mit der Kontrolle von Stress im Gehirn zusammenhängt.

Was ist Resveratrol?

Die pflanzliche Verbindung Resveratrol kommt unter anderem in Weintrauben, Himbeeren, Erdnüssen und in Schokolade vor. Doch besonders die Haut und die Samen der roten Weintrauben weisen einen erhöhten Anteil von Resveratrol auf. Resveratrol soll zahlreichen Studien zufolge auch zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen. In der Beauty-Industrie wird Resveratrol als Anti-Aging-Wirkstoff eingesetzt.

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Resveratrol als natürlicher Schutz gegen Depressionen

„Resveratrol könnte für Patienten mit Depressionen und Angststörungen eine wirksame Alternative zu Medikamenten sein“, teilt Professorin Ying Xu von der "School of Pharmacy and Pharmaceutical Sciences" der Buffalo-Universität auf der Homepage mit. Bereits in früheren Studien wurde es mit einer Reihe von gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht.

Die Beziehung der Verbindung zum Enzym Phosphodiesterase 4, das vom Stresshormon Corticosteron beeinflusst wird, war bisher jedoch unbekannt. Die Forschung legt die Grundlage für die Verwendung von Resveratrol in neuen Antidepressiva.

Rotwein birgt weiterhin Gesundheitsrisiken

Die Forscher betonen: Diese Studie soll aber kein Freischein sein, den Rotweinkonsum zu erhöhen. Rotwein ist ein Genussmittel, was süchtig machen und gesundheitliche Schäden hervorrufen kann. Auch die Forscher der Universität Buffalo weisen in ihrer Studie auf zahlreiche Gesundheitsrisiken von Rotwein hin.