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Ägypten: Von Mubarak zu Mursi - Proteste, Steine & Tränengas

Ägypten: Von Mubarak zu Mursi - Proteste, Steine & Tränengas

Ägypten, Proteste
Proteste auf dem Tahrir-Platz in Kairo vor genau zwei Jahren: Anfang von Mubaraks Ende.
picture alliance / dpa, Khaled El Fiqi

Zentrale Kundgebung auf Tahrir-Platz

Auf den Tag genau vor zwei Jahren begannen – angefacht durch die politischen Umwälzungen in Tunesien - in Ägypten die Massenproteste gegen Präsident Husni Mubarak. Nach 17 Tagen hielt Mubarak dem Druck des Volkes nicht mehr stand und trat zurück.

Doch die Wut der Ägypter ist nicht verflogen. Sie richtet sich nun gegen die neuen Machthaber: Die Muslimbruderschaft und die Regierung unter Mohammed Mursi. Von zahlreichen Plätzen und Moscheen aus marschierten die Demonstranten zum geschichtsträchtigen Tahrir-Platz, wo die zentrale Kundgebung stattfinden soll. In einer Nebenstraße kam es zu vereinzelten Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten.

In der ägyptischen Hafenstadt Alexandria lieferten sich Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei. Das ägyptische Nachrichtenportal 'youm7' meldete, die Polizei habe gegen die Demonstranten, die sich vor dem Strafgericht versammelt hatten, Tränengas eingesetzt. Aus der Menge der Demonstranten seien daraufhin Steine auf die Polizeibeamten geflogen.

Die Demonstrationen sind Teil der landesweiten Proteste zum zweiten Jahrestag der sogenannten Revolution des 25. Januar. Die Protestierenden werfen den Muslimbrüdern vor, sie hätten die Ziele der Revolution verraten. Mursi hingegen spricht von einer "Konterrevolution" und behauptet, die Proteste würden von "Überbleibseln des Mubarak-Regimes" gesteuert.