Volle Autobahnen in Deutschland

ADAC warnt vor Mega-Stauwochenende

© dpa, Sina Schuldt, ssd skm fgj

9. August 2019 - 10:03 Uhr

Reisende müssen sich auf Zwangsstopps einstellen

Stocken, Stillstand, nichts geht mehr: Auf solche Erlebnisse im Stau sollten sich Reisende auch am kommenden Wochenende (9. bis 11. August) wieder einstellen. Der ADAC befürchtet "mehrstündige Zwangsstopps" auf den Autobahnen. Der Auto Club Europa (ACE) rechnet mit neuen Reisewellen aus dem Süden und Westen.

Lange Autofahrten besser unter der Woche starten

Zum einen enden in vielen Bundesländern die Sommerferien, zum anderen gehen einige Urlauber aus Baden-Württemberg und Bayern erst jetzt auf große Tour. Auch aus Nordrhein-Westfalen machen sich noch einige Touristen auf den Weg. Auf lange Autobahnfahrten am Wochenende sollten Reisende besser komplett verzichten, raten die Autoclubs.

Besser sei es, unter der Woche am besten am Montag, Dienstag oder Mittwoch loszufahren. Wer aus terminlichen Gründen gar nicht anderes kann, sollte am Wochenende zumindest ganz früh morgens, spät abends oder nachts starten. Als Hauptreisezeiten nennt der ACE am Freitag den Zeitraum von 12.00 bis 20.00 Uhr, am Samstag von 8.00 bis 19.00 Uhr und am Sonntag von 11.00 bis 20.00 Uhr.

Hier müssen Autofahrer mit Staus rechnen

Brennpunkte sind Berlin, Hamburg, das Rhein-Ruhr- und das Rhein-Main-Gebiet, Stuttgart und München sowie Routen von und zu den deutschen Küsten. Zudem müssen Autofahrer auf den folgenden Strecken mit Staus rechnen (wenn nicht anders vermerkt in beiden Richtungen):

  • A 1 Puttgarden - Hamburg - Bremen - Dortmund - Köln
  • A 2 Dortmund - Hannover - Magdeburg
  • A 3 Köln - Frankfurt/Main - Würzburg - Nürnberg - Passau
  • A 4 Aachen - Köln - Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden
  • A 5 Hattenbacher Dreieck - Karlsruhe - Basel A 6 Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A 7 Flensburg - Hamburg - Hannover - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
  • A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
  • A 9 München - Nürnberg - Berlin
  • A 10 Berliner Ring
  • A 19 Dreieck Wittstock - Rostock
  • A 20 Lübeck - Rostock
  • A 24 Berlin - Hamburg
  • A 40 Venlo - Duisburg - Essen
  • A 45 Dortmund - Gießen
  • A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
  • A 81 Heilbronn - Stuttgart - Singen
  • A 93 Kiefersfelden - Rosenheim A 95 München - Garmisch-Partenkirchen
  • A 96 München - Lindau
  • A 99 Umfahrung München

So ist die Lage in Österreich

Auch für viele Reiserouten in Österreich und in der Schweiz erwarten die Autoclubs lange Staus - nach Norden ebenso wie in südlicher Richtung.

Am Samstag ist in Österreich ganztags mit viel Verkehr zu rechnen. Am Sonntag werden Rückreisende von 10.00 Uhr bis in den Nachmittag hinein ein hohes Verkehrsaufkommen verursachen. Brennpunkte sind die A 10 (Tauern-), die A 11 (Karawanken-), A 12 (Inntal-), die A 13 (Brenner-) und die A 14 (Rheintalautobahn) sowie der Fernpass.

Dazu kommt das Fahrverbot für den überregionalen Durchgangsverkehr auf einigen Landstraßen in Tirol und Salzburg. So können etwa die Ausfahrten zwischen Hall und Zirl auf der Inntalautobahn (A 12) sowie bei Patsch und bei Gries am Brenner auf der Brennerautobahn (A 13) für den Durchgangsverkehr nicht genutzt werden, teilt der ACE mit. Von den Fahrverboten in Salzburg sei die A 10 besonders betroffen.

Auch in der Schweiz ist die Staugefahr hoch

Am Samstag- und Sonntagmittag dürfte sich der Verkehr nach Norden vor den Grenzübergängen nach Deutschland stauen. Über Wartezeiten informiert die Infrastrukturgesellschaft ASFINAG auf ihrer Website.

Hohe Staugefahr sagen die Clubs auch für die Schweiz voraus - zum Beispiel vor den Portalen des Gotthardtunnels (A 2). Auch auf der Alternativroute St. Margarethen - Bellinzona (A 13) müssen Reisende mit Störungen und Staus rechnen. Dennoch sei diese Ausweichstrecke ab einer Wartezeit von etwa einer Stunde zu empfehlen. Ebenfalls besonders stark belastet sein werden die A 1 (St. Gallen - Zürich - Bern) und die A 3 (Basel - Zürich - Chur).

Video: Das ist der schlimmste Stautag

An welchem Wochentag es laut ADAC die meisten Staus gibt, zeigen wir im Video.

Quelle: DPA/RTL.de