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Achtung, Eltern: Vater über 45 - höheres Fehlgeburts-Risiko fürs Baby

Fehlgeburts-Risiko bei Babys älterer Männer
Bei Babys von älteren Vätern kommt es nach der Geburt häufiger zu Komplikationen, sagen US-Forscher. © iStockphoto

Daten von Millionen Geburten ausgewertet

Tickt die biologische Uhr auch bei Männern? Diesen Verdacht legt eine neue Studie aus den USA nahe. Forscher der Stanford University in Palo Alto haben 40 Millionen Geburten ausgewertet – ihr Fazit: Bei Babys von älteren Vätern besteht ein höheres Risiko von Früh- und Fehlgeburten. Das teilte die Wissenschaftler jetzt in der medizinischen Fachzeitschrift "The BMJ" mit.

Das Alter des Vaters hat einen ähnlichen Einfluss wie das Alter der Mutter

Wenn der Kindsvater älter ist als 45 Jahre, steigt somit nicht nur das Frühgeburts-Risiko um 14 Prozent, die Babys kommen auch öfter mit einem zu niedrigen Geburtsgewicht zur Welt und müssen häufiger auf der Intensivstation behandelt werden (ebenfalls 14 Prozent höheres Risiko).

Männer können theoretisch zwar bis ins hohe Rentenalter Kinder zeugen, aber sie müssen offenbar mit Komplikationen rechnen – genau wie Frauen, die jedoch schon ab einem Alter von 35 Jahren als Risikoschwangere gelten. "Ein gesundes Baby ist Teamarbeit", zitiert "Bild.de" den US-Forscher Michael Eisenberg, der die Studie geleitet hat. Das Alter des Vaters habe ebenso Einfluss wie das Alter der Mutter.   

Eine Erklärung für das Studienergebnis liegt wohl darin, dass sich die Spermienqualität mit zunehmendem Alter verschlechtert. Genetische Veränderungen am Embryo werden damit wahrscheinlicher.

Wichtig sind auch die Gewohnheiten der Erzeuger

Aber nicht nur das Alter der Eltern ist wichtig. Auch die Lebensgewohnheiten spielen für die Entwicklung des Embryos eine große Rolle, wie eine Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock 2017 gezeigt hat. Rauchen Mama oder Papa? Trinken sie viel Alkohol? Ist einer von beiden übergewichtig? All das wirkt sich Medizinern zufolge auf das Kind aus.

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