Reisende brauchen wieder viel Geduld

Achtung, Rückreiseverkehr! Die Autobahnen werden am Wochenende voll

© imago/Eibner, Benjamin Horn/ Eibner-Pressefoto, imago stock&people

16. August 2019 - 10:32 Uhr

Stauprognose: Vor allem die Reiserouten sind voll

Wer am Wochenende mit dem Auto unterwegs ist, braucht viel Geduld: Reisende müssen in den nächsten drei Tagen wieder mit stockendem Verkehr und Staus rechnen. Vor allem die Rückreiserouten füllen sich, teilen der Auto Club Europa (ACE) und der ADAC mit.

In einigen Bundesländern enden die Sommerferien

In Sachsen, Thüringen und in Teilen der Niederlande enden die Sommerferien. Einige Autofahrer werden sich deshalb wohl "von einem Stau zum nächsten quälen" müssen, so der ADAC. In die Urlaubsgebiete starten zudem immer noch Urlauber aus Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen, wo die Schulferien andauern. Hier rechnet der ACE aber mit einer leichten Entspannung der Lage.

Als Hauptreisezeiten nennt der ADAC am Freitag den Zeitraum von 13.00 bis 20.00 Uhr, am Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr und am Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr. Der ACE erwartet dennoch insgesamt ein mittelmäßiges Staurisiko. Der Reise-Tipp: Die Fahrt antizyklisch starten - also ganz früh morgens, spät abends oder nachts.

Auf diesen Autobahnen müssen Sie mit Stau rechnen

Brennpunkte sind die Großräume Rhein-Ruhr, Stuttgart und München sowie die Routen von und zu den deutschen Küsten. Zudem müssen Autofahrer auf den folgenden Strecken mit Staus rechnen (wenn nicht anders vermerkt in beiden Richtungen):

  • A 1 Puttgarden - Hamburg - Bremen - Dortmund - Köln
  • A 2 Dortmund - Hannover A 3 Köln - Frankfurt/Main - Würzburg - Nürnberg - Passau
  • A 4 Aachen - Köln - Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden
  • A 5 Hattenbacher Dreieck - Karlsruhe - Basel A 6 Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A 7 Flensburg - Hamburg - Hannover - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
  • A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg A 9 München - Nürnberg - Berlin
  • A 10 Berliner Ring
  • A 19 Dreieck Wittstock - Rostock
  • A 20 Lübeck - Rostock
  • A 40 Venlo - Duisburg - Essen A 45 Dortmund - Gießen
  • A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen A 81 Heilbronn - Stuttgart - Singen
  • A 93 Kiefersfelden - Rosenheim A 95 München - Garmisch-Partenkirchen
  • A 96 München - Lindau A 99 Umfahrung München

Auch für viele Reiserouten in Österreich und in der Schweiz erwarten die Clubs lange Staus auf den Transitstrecken.

So ist die Stau-Lage in Österreich

Am Samstag- und Sonntagnachmittag rollt in Österreich die Rückreisewelle in Richtung Deutschland. Brennpunkte sind die A 4 (Ost-Autobahn Wien in Richtung Budapest), die A 10 (Tauern-), die A 11 (Karawanken-), die A 12 (Inntal-), die A 13 (Brenner-) und die A 14 (Rheintalautobahn) sowie der Fernpass (B 179). Aber auch die Nebenstrecken und die Wege zu den Urlaubsregionen füllen sich.

Dazu kommt das Fahrverbot für den überregionalen Durchgangsverkehr auf einigen Landstraßen in Tirol und Salzburg. So können etwa die Ausfahrten zwischen Hall und Zirl auf der Inntalautobahn (A 12) sowie bei Patsch und bei Gries am Brenner auf der Brennerautobahn (A 13) für den Durchgangsverkehr nicht genutzt werden, teilt der ACE mit.

Über Wartezeiten an der Grenze bei der Rückreise von Österreich nach Deutschland informiert die Infrastrukturgesellschaft ASFINAG auf ihrer Website.

Damit müssen Autofahrer in der Schweiz rechnen

Hohe Staugefahr sagen die Clubs auch für sämtliche Transitrouten der Schweiz voraus. Insbesondere vor dem Gotthardtunnel (A 2) müssen sich die Reisenden in südlicher und nördlicher Richtung gedulden.

Ab einer Stunden Wartezeit kann sich die Alternativroute St. Margarethen - Bellinzona (A 13) lohnen. Staufrei dürfte es aber auch dort nicht zugehen. Ebenfalls stark belastet sein werden die A 1 (Bern - St. Gallen) und die A 3 (Basel - Chur).

Video: Stau umfahren - ja oder nein?

Wie gut es klappt, den Stau auf einer Alternativroute zu umfahren und ob man dann überhaupt schneller ist, habe wir in einem Experiment getestet. Mehr dazu im Video!

Quelle: DPA/ RTL.de