Ab jetzt gelten neue Regeln

2G in Schleswig-Holstein: Ungeimpfte müssen bei Freizeitveranstaltungen draußen bleiben

Ungeimpfte müssen weitere Einschränkungen in Schleswig-Holstein hinnehmen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Ungeimpfte müssen weitere Einschränkungen in Schleswig-Holstein hinnehmen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
© deutsche presse agentur

22. November 2021 - 8:16 Uhr

Weitere Einschränkungen wegen gestiegener Infektionszahlen

Kein Zutritt mehr für Ungeimpfte zu Freizeitveranstaltungen drinnen: In Schleswig-Holstein greift seit Montag in Teilen des öffentlichen Lebens das 2G-Modell.

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3G für berufliche Veranstaltungen und Jugendliche

Wegen gestiegener Infektionszahlen gelten in Schleswig-Holstein ab jetzt schärfere Corona-Regeln. In Innenbereichen sind Menschen ohne Covid-19-Schutzimpfung von weiten Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen. Das Grundprinzip lautet: Bei Freizeitveranstaltungen gilt drinnen 2G (geimpft, genesen), für berufliche Veranstaltungen und für Jugendliche 3G (geimpft, genesen oder getestet).

Ausnahmen für Kinder und Schüler

Am Samstag hatte die Landesregierung die bis 15. Dezember geltende neue Corona-Verordnung des Landes beschlossen. Ungeimpfte dürfen keine Innenräume von Freizeitstätten und Gaststätten mehr besuchen. Kinder bis zur Einschulung und minderjährige Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden, sind davon ausgenommen. Wer aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden kann, muss eine ärztliche Bescheinigung und einen negativen Test vorlegen, um Angebote mit 2G-Regeln wahrzunehmen.

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2G auch in Diskos und Hotels

2G gilt seit Montag in Diskotheken, bei Dienstleitungen mit Körperkontakt (Friseure und medizinische sowie pflegerische Dienstleistungen ausgenommen), Sport in Innenräumen, außerschulischen Bildungsangeboten, Touristenübernachtungen in Hotels sowie in geschlossenen Räumen auf Weihnachtsmärkten. Behörden können auf Weihnachtsmärkten sowie bei anderen Veranstaltungen mit Marktcharakter und Veranstaltungen mit mehr als 1.000 zeitgleich Anwesenden außerhalb geschlossener Räume 2G anordnen. Dafür muss aufgrund der örtlichen Verhältnisse und des erwarteten Besucheraufkommens erhöhtes Infektionsrisiko bestehen.

3G im Profisport und geschlossenen Veranstaltungen

Die 3G-Regel gilt im Norden nur bei beruflichen Veranstaltungen, geschlossenen Veranstaltungen in Gaststätten, im Profisport, bei beruflicher Bildung und beruflich bedingten Hotelübernachtungen.

Dazu müssen Schüler im Unterricht wieder eine Maske aufsetzen. Behörden können beispielsweise für Fußgängerzonen und Haupteinkaufsbereiche die Maskenpflicht anordnen. Private Zusammenkünfte innerhalb geschlossener Räume sind nur noch mit bis zu zehn ungeimpften Personen zulässig. Ausgenommen sind weiter Kinder unter 14 Jahren.

Registrierung ist freiwillig

Erfolgt der 3G-Nachweis mittels QR-Code, müssen Betreiber oder Veranstalter diesen mit der CovPassCheck-App des Robert Koch-Instituts (RKI) überprüfen. Einrichtungen mit Publikumsverkehr müssen als Angebot einen QR-Code für die Registrierung mit der Corona-Warn-App des RKI bereitstellen. Dies gilt auch für Veranstaltungen. Die Registrierung ist freiwillig.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Schleswig-Holstein leicht gestiegen. Am Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche bei 135,9 - nach 134,5 am Samstag. Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Neumünster (237,8), gefolgt von Pinneberg (191,1) und Stormarn (177,2). Vergleichsweise gut steht Ostholstein mit einem Wert von 86,9 da. Bundesweit ist der Wert deutlich höher: Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 372,7 an. (dpa/nid)