Er starb durch Stichverletzung am Herzen

19-Jähriger verblutet nach Angriff mit abgebrochener Flasche

Symbolbilder - Polzeiwagen mit Blaulicht
Symbolbilder - Polzeiwagen mit Blaulicht
© picture alliance / Fotostand, Fotostand / K. Schmitt

20. Oktober 2021 - 16:29 Uhr

Tragödie in Düsseldorfer Altstadt - vom Täter fehlt jede Spur

Nach einer tödlichen Auseinandersetzung in der Düsseldorfer Altstadt ist das Opfer am Mittwoch obduziert worden. Laut Staatsanwaltschaft starb der 19-Jährige an einem "hochgradigen Blutverlust" durch eine Stichverletzung am Herz. Der junge Mann war in der Nacht zum Samstag mit einer abgebrochenen Flasche attackiert und schwer verletzt worden. Er starb am Dienstagnachmittag in der Klinik. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags. Vom Täter fehlt laut Polizei bislang jede Spur.

Zuvor gab es eine größere Schlägerei zwischen zwei Gruppen

Der Tatort am bekannten Düsseldorfer Schlossturm am Burgplatz lag nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft außerhalb der polizeilichen Videoüberwachung in der Altstadt. Nach einer größeren Schlägerei zwischen zwei Gruppen meldeten Zeugen den verletzten Mann. Der Täter flüchtete laut Polizei in unbekannte Richtung. Eine Mordkommission mit dem Namen "Schlossufer" ermittelt und sucht nach Zeugen.

Die "Bild"-Zeitung berichtete am Mittwoch mit Bezug auf die Mutter des Opfers, dass die Jacke des jungen Mannes verschwunden sei - samt Handy. Die Staatsanwaltschaft wollte das auf Anfrage nicht bestätigen.

"Ich bin fassungslos über diese Gewalttat"

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) äußerte sich am Mittwoch bestürzt über den Vorfall: "Ich bin fassungslos über diese Gewalttat, die zum Tod eines jungen Menschen geführt hat. Mein Beileid und meine Gedanken gelten den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen in dieser schweren Stunde."

Keine 48 Stunden vor der blutigen Auseinandersetzung hatte Keller bei einer Pressekonferenz unweit des Tatorts ein neues Sicherheitskonzept für die Altstadt vorgestellt. Unter anderem soll die Rheinpromenade besser ausgeleuchtet werden – nachdem es dort an Wochenenden immer wieder zu Schlägereien gekommen war. Die Polizei hatte jüngst die Videoüberwachung in der Altstadt verstärkt und weitere Kameras in Betrieb genommen.

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Das Opfer reiste aus Bottrop nach Düsseldorf, um mit seinen Freunden zu feiern

Die Düsseldorfer Altstadt – wegen ihrer vielen Kneipen auch "Längste Theke der Welt" genannt - ist an Wochenenden ein Anziehungspunkt für Tausende Menschen. Inzwischen sind die meisten Läden wieder geöffnet, für Discos gelten wegen der Pandemie noch Zutrittsbeschränkungen. Der 19-Jährige war laut "Bild"-Zeitung aus dem 50 Kilometer entfernten Bottrop angereist, um mit Freunden in der Altstadt zu feiern. (dpa/jos)