Tier stirbt im Vollwaschgang

Frau steckt 12 Wochen altes Kätzchen in Waschmaschine, um es zu bestrafen

Eine Frau in Großbritannien hat ihre Katze in die Waschmaschine gesteckt. (Foto: Motivbild)
Eine Frau in Großbritannien hat ihre Katze in die Waschmaschine gesteckt. (Foto: Motivbild)
© PA, B0200 PA Rui Vieira

24. Oktober 2021 - 11:15 Uhr

Kätzchen hatte in die Wohnung gemacht

Entsetzen in der britischen Küstenstadt Clacton: Eine 54-Jährige soll dort ihr zwölf Wochen altes Kätzchen in die Waschmaschine gesteckt haben. Catherine Y. wollte das Tier offenbar bestrafen, weil es auf den Fußboden in der Wohnung gemacht hatte. Wie die Zeitung "Clacton Gazette" berichtete, sagte die Frau, sie habe das Gesicht der kleinen Morritz in die Fäkalien gedrückt und sie dann in die Waschmaschine gesteckt, um sie wieder sauber zu bekommen. Das Vollwaschprogramm überlebte die Katze jedoch nicht. Die Frau musste sich nun wegen Tierquälerei vor Gericht verantworten.

Britin ging mit toter Katze zum Tierarzt

Laut der Zeitung soll die Frau bereits im Juni mit der toten weiblichen Katze und einem lebendigen kleinen Kater in eine Tierarztpraxis gekommen sein. Dort habe sie erzählt, dass sie Morritz in die Waschmaschine gesteckt habe. Sie erklärte außerdem, dass es nicht das erste Mal gewesen sein soll. Bei den Waschgängen zuvor sei nie etwas passiert und Morritz ginge es danach immer "gut".

Doch nun ging es der Katze gar nicht mehr "gut". Das Tier sei steif, nass und kalt gewesen, als die 54-Jährige es auf den Behandlungstisch beim Tierarzt legte. Die Frau außerdem, dass sie beide Kätzchen einen Tag lang nicht gefüttert habe, weil sie "unartig" gewesen seien, wie die Zeitung schreibt.

Katze musste in der Waschmaschine unnötig leiden

Der überlebende Bobbitz wurde untersucht. Er war glücklicherweise gesund und konnte inzwischen in einer anderen Familie untergebracht werden. Eine Mitarbeiterin der Tierschutzorganisation "Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals" besuchte Cathrine Y. danach, um sicherzugehen, dass die Frau keine weiteren Tiere in ihrer Wohnung hatte.

Im Prozess erklärte Tierschutz-Mitarbeiterin nun, dass die Besitzerin der Katze unnötig Gewalt angetan habe. "Das Schleudern der Waschmaschine und das Wasser haben schlimme Schmerzen, Verletzungen und Stress bei dem Tier ausgelöst", sagte sie aus. Die Katzenbesitzerin verteidigte sich im Prozess damit, dass sie psychische Probleme und eine Persönlichkeitsstörung habe. Das Gericht verurteilte sie zu einer Geldstrafe und sprach ein Tierhaltungsverbot aus: Catherine Y. darf sich nie wieder um ein Haustier kümmern. (jgr)