Urteil um gestohlene Taschen im Wert von 530.000 Euro„Ich war im kompletten Schock!” Sylvie Meis sagt im Einbruch-Prozess um ihre Handtaschen aus

Der Schock sitzt bis heute tief.
Im Prozess um den Einbruch in ihre Hamburger Wohnung sagt Sylvie Meis am Freitag (6. Februar) selbst aus und schildert Momente purer Angst. Am Ende fällt auch das Urteil. Es geht um über 40 gestohlene Designer-Taschen im Wert von rund 530.000 Euro. Doch vor Gericht wird klar: Der größte Verlust ist für sie ein anderer: Vertrauen und das Gefühl von Sicherheit in ihrem Zuhause.
Sylvie Meis schildert den Moment nach dem Einbruch
Es ist der Schock ihres Lebens. Als Sylvie Meis im Juli 2023 aus dem Urlaub zurückkehrt, stellt sie fest, dass bei ihr eingebrochen wurde. „Ich habe sehr viele Sachen in meinem Leben erlebt. Nichts konnte mich darauf vorbereiten, das zu erleben. Ich war im kompletten Schock. Man kann es nicht glauben. Die Alarmanlage war an. Ich konnte meinen Augen nicht trauen, als ich gesehen habe, die Taschen waren nicht mehr da. Da war nichts. Mir ist ganz kalt geworden“, erzählt sie vor dem Landgericht Hamburg. Die RTL-Moderatorin wirkt bei ihrer Aussage ernst.
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Über Jahre sammelt die 47-Jährige die Luxusstücke, viele von Hermès, Chanel und Yves Saint Laurent. Für sie sind sie mehr als Mode. „Jede Tasche hatte eine Geschichte. Es war ein Investment, für das ich hart gearbeitet habe.” Ihre erste Hermès-Tasche habe sie 2005 nach einem Jahr Wartezeit gekauft. „Ich liebe es, meine Schätze zu bewundern – so wie andere Kunst bewundern. Nun habe ich meine Taschen woanders, und nun kann ich sie nicht mehr anschauen“, meint sie.
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Angst, Panik, Schlaflosigkeit – „Ich habe ein Jahr nicht durchgeschlafen”
Zwar reguliere die Versicherung den finanziellen Schaden, doch für den TV-Star sei das nur ein schwacher Trost. Der Einbruch treffe nicht nur ihren Besitz, sondern vor allem ihr Sicherheitsgefühl. Sylvie Meis spricht offen über die Folgen. „Ich habe ein Jahr nicht durchgeschlafen. Ich habe viel geweint. Wenn ich Geräusche höre, die ich nicht einordnen kann, bekomme ich feuchte Hände. Ich habe häufig Panikattacken, Herzrasen. Vor allem, wenn ich abends allein bin. Es ist krass, wie lang das anhält.”
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Auch ihr Sohn leide unter der Situation: „Mein Kind hat mich immer gefragt, ob wir in der Wohnung sicher sind. Mir wurde gesagt, es sei eine der sichersten Wohnungen in Hamburg, weil sie einen Privataufzug hat. Ich habe immer gesagt, dass die Wohnung sicher sei. Doch wir waren nicht sicher“, erzählt sie im Zeugenstand. „Ich hab’ mich gefragt, ob es noch mein Zuhause ist. Aber es ist mein Zuhause. Mein Sohn ist dort groß geworden.“ Aus Angst kontrolliere sie auch heute noch immer wieder ihren Besitz: „Aus Unsicherheit gehe ich abends häufig in meinen Schrank, um zu gucken, ob noch alles da ist.“

Angeklagter bittet um Verzeihung
Der Angeklagte entschuldigt sich nach ihrer Aussage persönlich. „Ich bitte um aufrichtige Verzeihung. Es war nicht meine Intention, Ihnen Schmerzen zu bereiten“, sagt er. Sylvie Meis schaut ihm direkt in die Augen, als sie antwortet: „Ich bin ein Mensch, der nicht in Hass lebt. Deswegen finde ich es so schlimm, dass so viele Menschenleben dadurch negativ betroffen sind. Ich habe gehört, Sie haben Kinder. Es tut mir leid für Ihre Kinder, dass sie Ihren Vater verlieren durch Ihre Entscheidung.” Sie glaube ihm, dass er die Tat bereue.

Nach ihrer Aussage hält es die 47-Jährige nicht mehr im Gerichtssaal. Gemeinsam mit ihrer Managerin verlässt sie das Landgericht, ohne weitere Fragen zu beantworten. Das Urteil bekommt sie persönlich nicht mehr mit: Das Gericht verhängt am Ende eine Freiheitsstrafe von vier Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und zehn Monate gefordert, der Verteidiger plädierte auf zwei Jahre auf Bewährung.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


