Sie wirbt für Vorsorge und FrüherkennungPatrice Aminati bei „Hart aber fair”: „Künstlich am Leben gehalten”

Patrice Aminati beim Charity-Event Cancel Cancer im Rahmen der Berlinale 2026 in der Fabrik 23. Berlin, 15.02.2026 *** Patrice Aminati at the Cancel Cancer charity event as part of the Berlinale 2026 at Fabrik 23 Berlin, 15 02 2026 Foto:xM.xBehrensx/xFuturexImagex cancer_6287
Patrice Aminati beim Charity-Event „Cancel Cancer” im Februar 2026.
IMAGO/Future Image / IMAGO/Manfred Behrens

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Patrice Aminati (31) ist unheilbar erkrankt und wird palliativ behandelt. In der „Hart aber fair”-Runde hat die Moderatorin sich am Montagabend (4. Mai) mit eindrucksvollen Worten für eine bessere Hautkrebsvorsorge und Früherkennung eingesetzt.

Patrice Aminati erzählt, wie wichtig Prävention ist

„Für mich kommt Vorsorge zu spät, ich bin Palliativpatient. Aber jedem, dem ich heute eine Stimme verschaffen kann, für die Vorsorge, ist das ein Riesengewinn”, erklärte die Moderatorin gleich zu Beginn der Sendung vom 4. Mai. Ihr gehe es wie vielen anderen Menschen in Deutschland, die eine Hautkrebserkrankung haben. „Dank Medikamenten werde ich künstlich am Leben gehalten, aber das muss nicht sein. Und deswegen möchte ich heute auch über Prävention sprechen.” Daneben könne man sich so in Deutschland auch „richtig viele Kosten sparen”, merkte sie an.

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Patrice Aminati spricht über den „unsichtbaren Feind”

Die 31-Jährige hatte einen Leberfleck, der während ihrer Schwangerschaft „größer und erhabener” wurde. Der Arzt habe damals gesagt: „Ach, das machen wir mal weg. [...] Das war dann tatsächlich schwarzer Hautkrebs, der auch schon metastasiert war.” Eine wahre Odyssee mit Medikamenten sei dem gefolgt. „Ich dachte eigentlich immer, Hautkrebs ist mit einem Schnitt getan, das ist etwas Oberflächliches. Aber es ist ein unsichtbarer Feind.” Wie ein Eisberg habe die Erkrankung sich unter der Oberfläche ausgebreitet.

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Aminati habe Glück, „seit drei Jahren damit Leben zu können dank sehr teurer Therapien wie der Immuntherapie”. Sie habe auch sehr viele Krankenhausaufenthalte hinter sich und wünsche dies niemandem. Die Moderatorin sei in der Sendung, um solche Erfahrungen anderen ersparen zu können. Sie selbst habe das Risiko für eine Hautkrebserkrankung „total unterschätzt” und das solle anderen Menschen nicht passieren. Daher wolle sie „ein allgemeines Bewusstsein in der Bevölkerung” schaffen.

Im Februar sprach Aminati etwa auch schon in einem Instagram-Beitrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit Bundesministerin Dorothee Bär (48). Sie habe lange „unfassbare Schmerzen” gehabt, wenn man diese jedoch überwunden habe „und das Geschenk hat, von der Forschung zu profitieren, von Hilfe zu profitieren, dann wächst man daran. Aber das ist ein langer Weg.” Sie selbst könne Kraft daraus schöpfen, mit der Erkrankung offen umzugehen: „Und wenn ich da draußen nur einen Menschen erreiche, dem ich ein bisschen Mut zusprechen kann, dass es möglich ist, Mama zu sein, berufstätig zu sein, vielleicht nicht jeden Tag und nicht mit der gleichen Kraft, aber dann ist mir das schon wichtig.”

Die „Hart aber fair”-Diskussion mit Aminati, Hendrik Streeck, Eckart von Hirschhausen, Andreas Gassen und Clara Schlagowski unter dem Titel „Teuer und nur Mittelmaß - was läuft schief bei Ärzten, Kliniken und Kassen?” gibt es noch einmal in der ARD-Mediathek zu sehen.