In einer Eltern-ChatgruppeNeue Sicherheitsbedenken: Meghans Handynummer an Schule durchgesickert

Erst zwei Tage nach der Einschulung haben Prinz Harry und Herzogin Meghan ihre Kinder von der neuen Schule abgemeldet. Nun sorgt ein weiterer Vorfall für Unruhe: Aus einer Eltern-Chatgruppe sollen private Daten der Herzogin nach außen gelangt sein. Das Umfeld des Paares reagiert deutlich.
Die Handynummer von Herzogin Meghan (45) wird nach einem Bericht der britischen "Daily Mail" unter Eltern jener Schule weitergegeben, an der Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) vor wenigen Tagen eingeschult worden waren. Screenshots aus einer WhatsApp-Gruppe, der die Herzogin beigetreten war, sollen im Internet kursieren.
Der Gruppe mit dem Namen "Year 3" (Dt. "Jahr 3") sei Meghan dem Bericht zufolge am Abend vor dem ersten Schultag ihrer Kinder beigetreten. Ein angeblicher Screenshot des Chats zeige eine Vorstellungsnachricht der 45-Jährigen, in der sie sich für die herzliche Aufnahme bedankt und sich über den Anschluss an die Gemeinschaft freut.
Das Paar selbst wollte sich laut dem britischen Blatt nicht äußern. Personen aus dem Umfeld der Sussexes hätten es jedoch als enttäuschend bezeichnet, dass andere Eltern solche Informationen weitergäben.
Zwei Tage Unterricht, dann der Wechsel
Vorausgegangen war eine ungewöhnliche Kehrtwende: Prinz Harry (42) und Meghan hatten ihre Kinder nach nur zwei Tagen wieder von der Privatschule abgemeldet. Ausschlaggebend sei die Verkehrslage auf dem Schulweg gewesen. Die Bodyguards der Familie hätten gewarnt, der Weg bringe das Team an seine Grenzen.
Statt der eingeplanten rund 35 Minuten habe die Fahrt im Berufsverkehr bis zu einer Stunde gedauert. Bei einer Fahrt sei der Konvoi mit Archie und Lilibet auseinandergerissen worden. Die Kinder hätten im stehenden Verkehr festgesessen.
Freunde des Paares betonten gegenüber der Boulevardzeitung, die Schule selbst sei nicht der Grund für den Rückzug gewesen. Archie und Lilibet wechseln nun an eine Einrichtung, an der sie bereits Probestunden besucht hatten und die deutlich näher am Wohnort liegt.
Kritik von früheren Sicherheitsverantwortlichen
Offen bleibt, warum die Fahrer die Strecke offenbar nur in den Sommerferien getestet hatten. Die Rückkehr nach Großbritannien war Ende August angekündigt worden und soll übereilt organisiert gewesen sein.
Dal Babu, früher Chief Superintendent bei der Metropolitan Police, kritisierte, es sei kaum zu glauben, dass dies nicht durchdacht worden sei. Harry habe sich mit der kurzfristigen Planung keinen Gefallen getan. Dai Davies, einst Leiter des royalen Personenschutzes, sagte dem Radiosender "LBC", wer nicht auffallen wolle, werde vor der Schule gar nicht erkannt. Er fragte, ob für zwei kleine Kinder wirklich ein Konvoi nötig sei.
Eine Mutter mit zwei Kindern an der Schule sagte der Tageszeitung, die Eltern seien völlig ratlos: Man müsse kein Experte sein, um die Staulage in der Gegend zu kennen.
Ravec prüft den Schutz neu
Parallel wird Harrys Anspruch auf staatlich finanzierten Polizeischutz neu bewertet. Wie die "Daily Mail" unter Berufung auf "ITV News" berichtet, habe das zuständige Innenministeriums-Komitee Ravec dem Prinzen eine vollständige Überprüfung angekündigt. ITV-Korrespondent Chris Ship erklärte, dies sei beschlossen worden, weil Harry nun in seinem Heimatland wohne und seine Kinder eine britische Schule besuchten.
Die Prüfung solle erstmals seit dem Rückzug des Paares aus dem Königshaus 2020 auch die Gefährdung Meghans erfassen. Ein entsprechendes Verfahren war laut Bericht bereits im Juli abgeschlossen worden, damals aber ohne Kenntnis der Umzugspläne.
Derzeit habe die Familie von der britischen Polizei lediglich die Telefonnummer eines Verbindungsbeamten erhalten. Harry hatte mehrere Gerichtsverfahren gegen das Innenministerium verloren. Dieses teilte mit, das Schutzsystem sei streng und verhältnismäßig; zu Details äußere man sich grundsätzlich nicht.


