Er stand beim Berliner CSD auf der BühneModerator Jochen Schropp nach Anschlag zu RTL: „Wir lassen uns nicht einschüchtern”
Er meldet sich zu Wort!
Der mutmaßliche Terroranschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin erschüttert auch Moderator Jochen Schropp (47). Nur wenige Stunden zuvor hatte er gemeinsam mit Ricarda Hofmann die Hauptbühne des CSD moderiert. Gegenüber RTL findet Schropp nun eindringliche Worte – und macht deutlich, warum der Tag für ihn trotz der schrecklichen Ereignisse eine besondere Bedeutung behält.
Jochen Schropp war Moderator der Veranstaltung

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„Gestern durfte ich gemeinsam mit Ricarda Hofmann die Hauptbühne des Berliner CSD moderieren. Ich habe in so viele glückliche Gesichter geschaut, so viel Liebe, Lebensfreude und Zusammenhalt gespürt”, sagt Schropp exklusiv zu RTL.
Hunderttausende Menschen seien auf die Straße gegangen, „um sichtbar zu sein, für ihre Rechte einzustehen und gemeinsam zu feiern, dass wir sein und lieben dürfen, wie und wen wir wollen.”
„Der CSD ist politisch”
Umso schwerer falle es ihm, zu begreifen, dass der Tag von einem Anschlag überschattet worden sei.
„Der CSD ist eine Demonstration. Er ist politisch. Und er steht für ein Versprechen: Wir lassen uns nicht zurück in die Unsichtbarkeit drängen. Wir lassen uns nicht einschüchtern.”
Besonders beschäftigt den Moderator die Debatte, die nun folgen könnte. „Sollte sich der mutmaßlich islamistische Hintergrund der Tat bestätigen, fürchte ich, dass dieser Anschlag politisch instrumentalisiert wird und am Ende ausgerechnet denjenigen Kräften zugutekommt, die selbst gegen queere Rechte arbeiten und unsere demokratischen Werte infrage stellen.”
Er warnt davor, den Anschlag für politische Zwecke zu nutzen: „Ein Angriff auf unsere Freiheit darf nicht dazu führen, dass wir aus Angst diejenigen stärken, die diese Freiheit an anderer Stelle selbst beschneiden wollen.”
Riccardo Simonetti teilt auch seine Gedanken
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Für Schropp ist klar: „Queere Menschen dürfen weder zum Ziel von religiösem Extremismus werden noch zum politischen Spielball derjenigen, die unsere Rechte für ihre eigene Agenda benutzen.”
Gleichzeitig fordert er, entschieden gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit vorzugehen – „ohne dabei die Werte preiszugeben, die wir verteidigen wollen.”

Mit Blick auf die zunehmenden Anfeindungen gegen queere Menschen sagt Schropp: „Gerade in einer Zeit, in der queere Menschen wieder häufiger zum Ziel von Hass und Gewalt werden, dürfen wir Sichtbarkeit nicht als selbstverständlich betrachten. Sie braucht Mut. Und sie braucht eine Gesellschaft, die sich schützend vor diejenigen stellt, die angegriffen werden.”
Seine Gedanken seien bei „allen Betroffenen und bei den Menschen, die gestern Angst haben mussten.”
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Trotz der tragischen Ereignisse wolle er aber vor allem eines in Erinnerung behalten: „Was ich von diesem Tag trotzdem mitnehme, sind die Bilder von so vielen Menschen, die gemeinsam durch Berlin gezogen sind: laut, bunt, friedlich und solidarisch.”
Mit einer klaren Botschaft beendet Jochen Schropp sein Statement an RTL: „Hass und Angst dürfen nicht das letzte Bild dieses Tages sein. Wir bleiben sichtbar. Wir bleiben laut. Und wir bleiben zusammen.”
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


