Nach Mamas Lungen-OPMette-Tochter Ingrid wird auf Regentschaft vorbereitet

Kronprinzessin Mette-Marit.
Aus Sorge um ihre Mutter brach Ingrid sogar ihr Studium ab
IMAGO/PPE

Jetzt muss Ingrid Verantwortung übernehmen!
Norwegens Königshaus sortiert sich in einer schweren Zeit neu. Nach Mette-Marits Lungen-OP soll Prinzessin Ingrid Alexandra deutlich früher mehr Verantwortung übernehmen als geplant. Dafür steht sogar eine Verfassungsänderung im Raum.

Mette-Marits Lungen-OP verändert die Lage im Palast

Monate bangte Norwegen um Kronprinzessin Mette-Marit. Jetzt kann sich der Blick etwas nach vorne richten. Und das bedeutet auch, er richtet sich auf ihre Tochter. Wie die norwegische Agentur NTB meldet, soll Prinzessin Ingrid Alexandra künftig einspringen können, wenn König Harald und Kronprinz Haakon verhindert sind. Dafür ist sogar eine Änderung der norwegischen Verfassung geplant.

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Mette-Marit konnte wegen ihrer Lungenerkrankung zuletzt immer weniger Termine wahrnehmen. Aus Sorge um sie, sagte zuletzt dann auch ihr Mann, Kronprinz Haakon, mehrere Termine ab. Genau solche Situationen zeigen nun offenbar, wie wichtig eine klare Vertretungsregel für das Königshaus ist. Ingrid Alexandra steht nach ihrem Vater Haakon an zweiter Stelle der norwegischen Thronfolge. Die 22-Jährige könnte damit künftig eine deutlich aktivere Rolle übernehmen. Ihr Studium in Australien hat sie bereits unterbrochen, um es in Norwegen zu Ende zu führen.

Regentschaft für Ingrid Alexandra soll möglich werden

Laut Bunte hat sich die Kontroll- und Verfassungskommission des norwegischen Parlaments einstimmig für eine Anpassung ausgesprochen. Konkret geht es um Paragraf 41 der Verfassung. Künftig soll das volljährige erstgeborene Kind in der Thronfolge sogar den Staatsrat leiten dürfen, wenn sowohl der König als auch der Kronprinz ausfallen.

Bislang fällt diese Aufgabe in einer solchen Lage automatisch der amtierenden Regierung zu. Das kann besonders heikel werden, wenn Norwegen gerade vor einer Regierungsneubildung steht. Am 3. November soll das Parlament über den Entwurf abstimmen. Dafür braucht es eine Zweidrittelmehrheit.

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Ingrid ist schon zurück bei ihrer Familie

Für Ingrid Alexandra ist die Situation auch privat ein Einschnitt. Die Prinzessin studierte zuletzt in Sydney, kehrte wegen der schweren Erkrankung ihrer Mutter aber nach Norwegen zurück. Nun könnte sie nicht nur als Tochter gebraucht werden, sondern auch als junge Royal mit staatstragender Aufgabe.

Für das norwegische Königshaus wäre die Reform absolut historisch. Und für die junge Ingrid Alexandra wohl der nächste große Schritt in eine Rolle, die sie eines Tages ohnehin übernehmen soll. (tbe)

Verwendete Quellen: norwegische Agentur NTB, dänischer Rundfunk, Bunte