Schicksalsschlag mit 34 JahrenRätsel um Ursache: Ist DAS der Grund für „Love is Blind“-Star Gunnar Freimuths Schlaganfall?

Gunnar Freimuth mit seiner Josy
Gunnar Freimuth mit seiner Josy im Mai 2026
picture alliance / Geisler-Fotopress

„Love is Blind“-Star Gunnar Freimuth hat einen Schlaganfall erlitten – mit gerade einmal 34 Jahren.
Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus spricht er jetzt im RTL-Interview offen darüber, wie es ihm geht, was Ärzte über die Ursache vermuten und warum er heute sagt: „Ich hatte einfach Pech.“ Gleichzeitig warnt eindringlich davor, Symptome zu unterschätzen.

Gunnar Freimuth hatte mit 34 einen Schlaganfall

Gunnar Freimuth ist zurück im Leben – und zurück bei seiner Liebsten. Nur einen Tag nach seiner Entlassung zeigt sich der 34-Jährige im Interview unglaublich dankbar, aber auch nachdenklich: „Mir geht es viel besser. Manchmal muss ich mir selber bewusst machen, dass ich einen Schlaganfall hatte.“

Dass er dem Tod oder schweren bleibenden Schäden nur knapp entkommen ist, wurde dem Reality-Star erst Tage nach der Einlieferung bewusst. „Ich war mir irgendwie sicher, dass ich keinen habe. Allen anderen Patienten ging es so viel besser als mir“, gesteht Gunnar. Erst vier Tage nach dem Vorfall erhielt er die endgültige Diagnose. Ein Schock auf Raten: „Mit der Zeit wurde mir erst klar, dass es ganz anders hätte ausgehen können und ich viel Glück hatte.“

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Wie RTL bereits berichtete, begann alles mit plötzlich auftretenden Symptomen zu Hause. Gunnar litt plötzlich unter starkem Schwindel, legte sich für eine halbe Stunde auf den Küchenboden – doch es wurde nicht besser. Am Computer stellte er fest, dass seine rechte Hand beim Tippen nicht mehr richtig funktionierte. Wenig später bemerkte er beim Telefonieren: Er kann gar nicht mehr richtig sprechen.

Erst viereinhalb Stunden nach den ersten Symptomen fuhr er in die Notaufnahme. Heute ist ihm klar: Das war ein Fehler. Die Symptome eines Schlaganfalls kannte er zwar theoretisch, aber er rechnete schlicht nicht damit, selbst betroffen zu sein. „Ich hätte direkt den Notruf wählen müssen“, sagt er rückblickend. Dass er trotzdem noch vergleichsweise glimpflich davongekommen ist, empfindet er als großes Geschenk.

Ärzte auf Spurensuche: War ein Infekt der Auslöser?

Die Ärzte im Krankenhaus setzten nach der ersten Behandlung alles daran, die Ursache für das neurologische Drama zu finden. Denn Gunnar passt in kein Raster: Er ernährt sich gesund, treibt viel Sport und trinkt nicht einmal Alkohol. Erst kurz vor dem Schlaganfall hatte der fitte Kölner noch erfolgreich einen Marathon absolviert. Wie passt das zusammen?

Die Mediziner stehen vor einem Rätsel, haben nun aber einen ersten Verdacht geäußert. „Aktuell denkt man, dass es am wahrscheinlichsten ein Infekt war, da meine Lymphknoten geweitet waren“, verrät Gunnar. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es jedoch nicht. Die Untersuchungen zeigten zwar kein Loch im Herzen, dafür aber eine minimale, angeborene Verbindung seiner Blutsysteme. Am Ende bleibt für den 34-Jährigen eine ernüchternde Erkenntnis: „Unter dem Strich bleibt – ich hatte Pech.“ Immerhin gibt es Entwarnung für die Zukunft: Das Risiko für einen erneuten Schlaganfall ist bei ihm nur minimal erhöht.

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Der Lebensretter-Check: Was bedeutet BEFAST?

Trotz des traumatischen Erlebnisses blickt Gunnar positiv nach vorn. Sein Leben komplett umkrempeln will er nicht – eine kleine Tablette am Morgen ist der einzige neue Begleiter im Alltag. In den kommenden Wochen steht für ihn nun tägliches Training für den Mund und die rechte Hand an, um die Feinmotorik vollständig zurückzuerlangen.

Gleichzeitig nutzt der 34-Jährige seine Reichweite, um Leben zu retten. Seine eigene Sensibilität für das Thema ist enorm gestiegen – und er appelliert an seine Fans, im Ernstfall sofort zu handeln und das sogenannte BEFAST-Schema zu kennen. Denn bei Verdacht auf einen Schlaganfall zählt jede Sekunde. Mit diesem einfachen Schema im Hinterkopf könnt ihr Symptome sofort richtig deuten:

  • B – Balance (Gleichgewicht): Tritt plötzlicher Schwindel oder Gangunsicherheit auf?

  • E – Eyes (Augen): Gibt es plötzliche Sehstörungen oder Doppelbilder?

  • F – Face (Gesicht): Ist das Gesicht einseitig verzerrt? (Bitte die Person um ein Lächeln)

  • A – Arms (Arme): Können beide Arme gleichmäßig nach vorne gestreckt werden oder sinkt ein Arm ab?

  • S – Speech (Sprache): Ist die Sprache verwaschen oder klingt sie abgehackt?

  • T – Time (Zeit): Wenn auch nur eines dieser Anzeichen zutrifft, wähle sofort den Notruf (112)!

Gunnar weiß heute, dass er beim nächsten Mal keine Sekunde mehr zögern würde: „Nächstes Mal würde ich für mich, aber auch für Dritte den Krankenwagen früher rufen. Das kann Leben und Gesundheit retten.“

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Wie Partnerin Josy die schwere Zeit erlebt hat

Nicht nur für Gunnar selbst, auch für seine Partnerin war die Situation extrem belastend. „Für Josy war es schwieriger als für mich“, erzählt er. „Sie durfte mich maximal drei Stunden am Tag besuchen.“

Während Gunnar seinen eigenen Zustand einschätzen konnte und mit Ungewissheit besser umgehen kann, blieb für Josy vieles im Dunkeln: „Es gab selten einen verlässlichen Fahrplan für weitere Untersuchungen oder meine Entlassung. Da vieles spontan geplant werden musste.“ Umso größer war die Erleichterung, als der Tag der Entlassung endlich da war: „Wir waren beide sehr froh, als sie mich schließlich abholen durfte. Wir haben uns schon sehr vermisst.“

Dass Gunnar seine Geschichte öffentlich teilt, hat einen klaren Grund: Andere sollen die Warnzeichen ernster nehmen, als er selbst es zunächst getan hat. Und gleichzeitig sehen: Ein Schlaganfall mit 34 ist ein schwerer Einschnitt – aber kein Ende.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche