Liebe mit 50?Oliver Wnuk scherzt! „Sucht man da eher schon eine Pflegekraft?“

Patchwork, neue Partner, alte Verletzungen – und viele Fragen!
In „Die Bachmanns – Gefahr in Verzug“ steckt Oliver Wnuk (50) mittendrin im ganz normalen Beziehungswahnsinn. Ein Thema, bei dem der Schauspieler auch aus seinem eigenen Leben Erfahrungen mitbringt. Im Gespräch mit RTL erklärt Wnuk, warum Ex-Partner uns noch immer triggern können, weshalb nach einer Trennung sogar noch mehr auf dem Spiel stehen kann – und verrät überraschend, bei welcher RTL-Show er gerne einmal dabei wäre.
Oliver Wnuk kann seinen Markus ziemlich gut verstehen
Im Film „Die Bachmanns – Gefahr im Verzug“ sieht es so aus: Eigentlich haben Miriam (Stefanie Stappenbeck) und Markus Bachmann (Oliver Wnuk) nach ihrer Scheidung einen erstaunlich guten Weg gefunden: Sie wohnen nur wenige Häuser voneinander entfernt, teilen sich das Sorgerecht für ihre beiden Kinder und bekommen ihr Patchworkleben ziemlich ordentlich hin. Doch dann möchte Markus’ neue Lebensgefährtin Galina (Natalia Belitski) eine eigene Familie – und plötzlich wird es kompliziert.
Wnuk mag genau diese Mischung aus Humor und ziemlich echten Problemen. „Was ich schön finde, ist, dass es eine gute Komödie ist“, sagt der Schauspieler im Gespräch mit RTL. Dazu komme ein Thema, „mit dem sich, glaube ich, wahnsinnig viele Menschen identifizieren können: Wie kriegt man Patchwork hin? Wie funktioniert Kommunikation – oder eben in einer Komödie: Wie funktioniert sie nicht?“

Dass Markus bei der Aussicht, noch einmal Vater zu werden, nicht sofort in Jubel ausbricht, kann Wnuk nachvollziehen. Eine Thematik, die Wnuk selbst nicht fremd ist. „Ich kann das sehr gut nachvollziehen, als zweifacher Familienvater, der mit beiden Frauen in Trennung lebt“, erzählt er RTL. Parallelen zwischen sich und seiner Rolle? Die gebe es zwangsläufig. „Man findet ja in einem guten Drehbuch Parallelen zu jedermanns Leben“, sagt Wnuk.
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Können Ex-Partner einen noch immer triggern?
Und damit sind wir bei einer Frage, die vermutlich ziemlich viele Menschen nach einer Trennung kennen: Warum schafft es ausgerechnet der Ex-Partner manchmal noch Jahre später, genau den richtigen Knopf zu drücken? „Natürlich kann der Ex-Partner sicherlich einen triggern“, sagt der gebürtige Konstanzer zu RTL. Schließlich müsse es Gründe gegeben haben, warum eine Beziehung irgendwann zu Ende gegangen sei. Die Verantwortung dafür sieht der Schauspieler allerdings nicht automatisch beim Gegenüber. „Wenn einen was triggert, ist das ja nie das Problem des Kommunikationspartners“, erklärt er. Ob Ex-Partner, Eltern oder Kinder: Für Wnuk ist das vielmehr „die Konfrontation mit den eigenen noch nicht unzulänglich bearbeiteten Themen“.
Über Liebe und Beziehungen denkt der 50-Jährige ohnehin viel nach. Auch in seiner autobiografisch angehauchten eingetunkten Leseshow „Wnuk denkt laut und liest was vor“, mit der er durch zahlreiche Städte tourt, beschäftigt er sich mit Fragen wie: Was ist Liebe überhaupt? Wie wichtig ist sie? Und verändert sich die Suche danach mit zunehmendem Alter? Mit seinem ganz eigenen Humor fragt Wnuk sogar: „Sucht man da eher schon eine Pflegekraft? Oder geht es tatsächlich noch darum, mit jemandem alleine zu zweit alt zu werden?“
Oliver Wnuk: Als Ex hat man vielleicht sogar mehr zu verlieren
Besonders nachdenklich wird Wnuk, als es um die Behauptung geht, man habe als Ex-Partner schließlich nichts mehr zu verlieren. Genau das sieht er komplett anders. „Natürlich hat man da was zu verlieren“, widerspricht er im RTL-Gespräch sofort. Was? Seine Antwort ist denkbar einfach: „Den Menschen. Den anderen Menschen.“
Denn nur weil die Liebesbeziehung vorbei ist, muss dieser Mensch schließlich nicht aus dem eigenen Leben verschwinden – oder plötzlich unwichtig sein. Im Gegenteil: Gerade, wenn es nach einer Trennung gelungen ist, eine neue und gute Beziehung zueinander aufzubauen, kann man diese Verbindung eben auch wieder verlieren. „Ich habe sogar das Gefühl, dass man, wenn man nicht mehr in einer Beziehung ist, fast noch mehr zu verlieren hat“, erklärt Wnuk. Entscheidend sei für ihn, worum es einem vorher wirklich gegangen sei. „Wenn es einem wirklich um den Menschen ging, dann hat man sehr viel zu verlieren.“
Oliver Wnuk würde gerne bei „Let’s Dance“ mitmachen
Nach so viel Tiefgang darf es zum Schluss aber auch ein wenig leichter werden. Denn Wnuk verrät RTL noch einen überraschenden TV-Wunsch. Auf die Frage, welches RTL-Format ihn reizen würde, muss der Schauspieler nicht lange überlegen: „Interessieren würde mich tatsächlich ‚Let’s Dance‘.“
Das Problem: sein Terminkalender. Neben seinen Film- und Fernsehprojekten ist Wnuk derzeit vor allem mit seiner Leseshow unterwegs. Und „Let’s Dance“ verlangt bekanntlich einiges an Zeit. Reizen würde ihn das Tanzparkett trotzdem – nicht zuletzt aus einem ganz praktischen Grund. Kollegen, die bereits mitgemacht haben, hätten ihm erzählt, dass die Show eine ziemlich gute Motivation sei, körperlich richtig aktiv zu werden. Das würde „meinem 50-jährigen Körper gar nicht so schlecht“ tun, scherzt Wnuk. Und dann liefert er auch noch seine ganz persönliche Sportphilosophie hinterher: „Ich mache halt nur Sport, wenn es Geld dafür gibt.“
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche


