Froschgift-Ritual bringt ihn ans Limit„Du kotzt dir den Leib aus“ – Joey Kelly schildert seinen Horror-Trip

Extrem ist sein zweiter Vorname. Doch mit dem Kambo-Ritual stieß auch er an seine Grenzen.
Extrem ist sein zweiter Vorname. Doch mit dem Kambo-Ritual stieß auch er an seine Grenzen.
IMAGO/Panama Pictures

Herzrasen, Todesangst und heftige körperliche Reaktionen!
Joey Kelly lässt sich im Amazonas auf ein extremes Kambo-Ritual mit Froschgift ein. Jetzt erzählt der 53-Jährige von diesem Horror-Trip und erklärt, warum für ihn feststeht: Ein zweites Mal würde er das niemals machen.

Joey Kelly erlebt beim Kambo-Ritual Todesangst

Dreieinhalb Sekunden reichen, dann glaubt Joey Kelly, dass er stirbt. Bei einem Kambo-Ritual im Amazonas wird dem 53-Jährigen Froschgift auf offene Hautstellen am Oberarm aufgetragen. Was danach mit seinem Körper geschah, beschreibt er im Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“ mit Barbara Schöneberger. „Bluthochdruck, das Herzrasen, der Kopf, das Gefühl, er platzt”, so Kelly, der diese Grenzerfahrung während Dreharbeiten für die ProSieben-Produktion „Surviving Amazonas – Die Prüfung der Shanenawa“ (ProSieben/Joyn) erlebt hat.

Selbst der für extreme Herausforderungen bekannte Musiker und Ausdauersportler stößt dabei an seine Grenzen. „Innerhalb von dreieinhalb Sekunden hast du das Gefühl, du stirbst“, schildert Kelly im Gespräch mit Barbara Schöneberger. Zu Herzrasen und Bluthochdruck kämen weitere heftige körperliche Reaktionen. „Du kotzt dir den Leib aus, du scheißt dir die Hosen voll”, so Joey Kelly.

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„Habe das noch nie erlebt und ich will es nie wieder erleben”

Bereut Kelly seinen Selbstversuch deshalb? Nein. Trotzdem zieht er eine klare Grenze. „Ich bin sehr, sehr happy, dass ich das gemacht habe und überlebt habe. Ich würde es nie wieder tun.“ Eine spirituelle Antwort auf eine große Lebensfrage habe er dabei nicht gefunden. Stattdessen beschreibt Kelly das Gefühl so, als würde er durch den Amazonas fliegen. Während die Shanenawa Kambo als „Medizin aus dem Wald“ bezeichnen, findet er selbst deutlichere Worte. „Ich nenne das Drogen.“

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Von der Erfahrung mit Kambo hatte Kelly bereits Jahre zuvor gehört. Ein Freund habe das Ritual rund zehn Jahre zuvor in Peru ausprobiert. „Und dann dachte ich: Okay, wir probieren’s“, erzählt der 53-Jährige. Wie sehr ihn der Selbstversuch schließlich mitnimmt, macht er gegenüber Schöneberger unmissverständlich klar. „Das ist geisteskrank, ich schwöre es dir, ich habe das noch nie erlebt und ich will es nie wieder erleben, weil es eine unfassbare Erfahrung war”, so der Ausdauer- und Extremsportler.

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Vor dem Froschgift steht ein Medizincheck

Ganz ohne Vorbereitung habe sich Kelly nicht auf das Kambo-Ritual eingelassen. Wegen der möglichen gesundheitlichen Risiken seien vorher medizinische Untersuchungen Pflicht gewesen. „Wenn der Puls auf 250 oder was geht, muss man natürlich ein gutes Herz haben“, sagt Kelly. Auch mögliche psychische Folgen sieht er kritisch. „Ich hätte Angst, wenn ich sowas öfter machen würde, dass man psychisch irgendwann so einen Knacks bekommt.“ Für Joey Kelly ist damit klar: Diese Grenzerfahrung bleibt einmalig.

Verwendete Quellen: BarbaraRadio, Joyn