Trauer um Radio-LegendeNach Frankys Tod: Jetzt spricht der ffn-Chef über seinen „Morgenmän”

Seine Stimme gehörte jahrzehntelang für Hunderttausende zum Start in den Tag.
Nach dem unerwarteten Tod von Frank „Morgenmän Franky“ Schambor spricht ffn-Programmdirektor Jan Zerbst jetzt exklusiv mit RTL.de über die Radiolegende – und macht deutlich, welche Lücke der 54-Jährige hinterlässt.
ffn-Programmdirektor Jan Zerbst trauert um „Morgenmän Franky“

Fast ein Vierteljahrhundert lang war Frank Schambor als „Morgenmän Franky“ eine der bekanntesten Stimmen von radio ffn in Niedersachsen. Am 3. September ist der Moderator, DJ und Entertainer im Alter von nur 54 Jahren unerwartet gestorben. Seine Familie machte die traurige Nachricht am Montag öffentlich. Über die Todesursache ist weiterhin nichts bekannt. RTL.de hatte berichtet.
Bei seinem früheren Sender sitzt der Schock tief. „Die Nachricht von Frankys Tod hat uns im ffn-Team sehr getroffen“, sagt Programmdirektor Jan Zerbst exklusiv zu RTL.de. Schambor sei „über viele Jahre die prägendste Stimme unseres Senders“ und für viele Menschen in Niedersachsen „ein fester Teil ihres Morgens“ gewesen.
Auch für die Mitarbeiter hinter den Kulissen war Franky weit mehr als nur der Mann am Mikrofon. „Viele von uns haben lange mit ihm zusammengearbeitet und verbinden sehr viele persönliche Erinnerungen mit ihm“, erklärt Zerbst.
Frank Schambor begleitete Hunderttausende durch den Morgen

Von 1995 bis 1999 moderierte Schambor zunächst verschiedene Sendungen bei der NDR-Jugendwelle N-JOY. Im Mai 1999 wechselte er zu radio ffn nach Hannover. Dort wurde aus Frank Schambor für Millionen Radiohörer „Morgenmän Franky“. Bis 2021 führte er durch das Morgenprogramm und wurde zu einem der bekanntesten Radiomoderatoren Norddeutschlands. Seine Zeit bei ffn endete abrupt. Eine richtige letzte Sendung hatte er – anders als üblich – nicht.
Offiziell endete Frank Schambors Zeit bei ffn am 31. Juli 2021. Als sein Abschied Anfang Juli bekannt wurde, war „Morgenmän Franky“ bereits seit mehreren Wochen nicht mehr auf Sendung gewesen. Die Hintergründe sind bis heute öffentlich nicht bekannt.
ffn erinnert nach Frankys Tod an einen Moderator, der den Sender über Jahrzehnte entscheidend mitgerägt hatte. Mit seiner unverwechselbaren Art habe Franky jeden Tag Hunderttausende Menschen beim Aufstehen, auf dem Weg zur Arbeit oder Schule und beim ersten Kaffee begleitet. Für viele Niedersachsen habe er zum Morgen einfach dazugehört.
Seine Angehörigen betonen in einem Statement, dass Radio allein Frank Schambor nicht beschrieben habe. Er war auch Entertainer und DJ und stand nach seiner Zeit bei ffn weiter bei Veranstaltungen und Partys auf der Bühne. Weggefährten erinnern sich an einen Mann voller Energie, der Menschen unterhalten und ihnen eine gute Zeit bereiten wollte.
Familie bittet nach Tod von Frank Schambor um Privatsphäre
Hinter der bekannten Radiostimme stand für seine Familie vor allem ein geliebter Mensch, Vater, Freund und Weggefährte. Schambor hinterlässt einen Sohn. Seine Angehörigen bitten darum, ihre Privatsphäre zu respektieren und insbesondere auf ihn Rücksicht zu nehmen.
Zu den Umständen von Frank Schambors Tod wurden bislang keine weiteren Angaben gemacht. Die Familie hat angekündigt, zu einem späteren Zeitpunkt über einen gemeinsamen Abschied von „Morgenmän Franky“ zu informieren.
Für seinen früheren Sender bleibt vor allem die Erinnerung an eine Ära. „Für viele gehörte Franky zum Morgen in Niedersachsen einfach dazu“, heißt es von ffn. Worte, die zeigen, warum der Tod des 54-Jährigen weit über das Radiostudio hinaus so viele Menschen bewegt.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche/ Statement ffn


