„Dürfen wir nicht veröffentlichen”Medien: Christian Ulmen äußert sich, „kassiert” aber Zitate

Christian Ulmen und Collien Fernandes.
Christian Ulmen und Collien Fernandes während eines öffentlichen Auftritts im Jahr 2024.
imago/images/Eibner-Pressefoto/Jadranko Marja

Stellungnahme scheitert an fehlender Freigabe.
Vor mehreren Monaten hat Collien Fernandes erstmals öffentlich schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner erhoben. Schon wenige Tage danach soll sich Christian Ulmen geäußert haben, die Veröffentlichung der Zitate sei jedoch untersagt worden.

Geplantes Interview bleibt unveröffentlicht

Nachdem schwere Vorwürfe von Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Partner erstmals im März bekannt wurden, hat der Fall um die Moderatorin und Schauspielerin sowie Christian Ulmen (50) für viel Aufsehen gesorgt. Jetzt wird öffentlich, dass Ulmen schon wenige Tage nach Bekanntwerden mit der Zeit gesprochen haben soll. Es wäre die erste öffentliche Stellungnahme von Ulmen gewesen, laut der Wochenzeitung wurde allerdings kein einziges Zitat freigegeben.

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Unter der Überschrift „Herr Ulmen möchte nun doch nicht” berichtet die Zeit, dass man gut fünf Stunden mit Christian Ulmen sowie rund zweieinhalb Stunden mit dessen Anwalt Christian Schertz gesprochen habe. Berichten dürfe man aber nicht, da man keine Freigabe bekommen habe. Zuvor war demnach vereinbart worden, dass die Veröffentlichung von Zitaten aus den Gesprächen zunächst freigegeben werden müsse. Solche Freigaben sind durchaus üblich.

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„Letztlich alle Zitate wieder kassiert”

In einem Instagram-Beitrag der Zeit zu der Angelegenheit wird erklärt: „Wir haben ihn besucht - aber seine Worte dürfen wir nicht dokumentieren. [...] Wir trafen ihn Ende März mit seinem Anwalt, dem Berliner Medienrechtler Christian Schertz, auf Mallorca, wo Ulmen lebt. Fünf Stunden lang sprachen wir mit dem Schauspieler, fragten ihn, was er da bloß getan habe. Er gab umfassende Antworten.” Nach dem Interview habe es allerdings nach Zeit-Darstellung „eine wochenlange Auseinandersetzung über Formulierungen” gegeben: „Und Ulmen und Schertz haben letztlich alle Zitate wieder kassiert.”

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Fernandes wirft ihrem Ex-Partner vor, mutmaßlich Fake-Profile im Internet angelegt und pornografische Inhalte, die den Eindruck erwecken sollten, dass es sich dabei um die 44-Jährige handelte, verbreitet zu haben. An die Öffentlichkeit ging sie damit erstmals in einem Bericht des Spiegel, der am 21. März 2026 online veröffentlicht wurde.

In Deutschland fand danach verstärkt eine wichtige Debatte über gesetzliche Lücken unter anderem im Zusammenhang mit Identitätsbetrug im Internet und der Veröffentlichung von pornografischem Material ohne die Zustimmung betroffener Personen statt. Außerdem gingen tausende Menschen bei Demonstrationen auf die Straßen, um sich mit der Moderatorin und Betroffenen zu solidarisieren sowie auf die gesetzlichen Lücken in Deutschland aufmerksam zu machen.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Potsdam bestätigte Ende Mai auf Anfrage der Potsdamer Neuesten Nachrichten, dass nach einer Anzeige Fernandes’ gegen Ulmen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Nach Prüfung übersandter Informationen von Fernandes sei ein Anfangsverdacht wegen des Vorwurfs der Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt begründet worden. Es handle sich „um mehrere Vorfälle, die sich in den Jahren 2022/2023 in Spanien ereignet haben sollen”. Vorwürfe der „digitalen Gewalt” würden weiter geprüft. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

Verwendete Quelle: Spot on news