Emotionales Comeback beim Deutschen FilmpreisCollien Fernandes zurück auf dem roten Teppich – „Ich bin froh, dass mein Kampfmodus zurück ist!“

Collien Fernandes auf dem roten Teppich.
Collien Fernandes, Moderatorin und Schauspielerin, kommt mit einer Handtasche mit der Aufschrift „Oui?" zur Verleihung des Deutschen Filmpreises am Berliner Palais am Funkturm.
Sebastian Gollnow/dpa
von Martina Lewinski

Es ist ihr Comeback-Moment auf dem roten Teppich.
Nach langer Zeit kehrt Collien Fernandes (44) auf den red carpet zurück. Beim Deutschen Filmpreis 2026 zeigt sie sich erstmals wieder bei einem großen Branchenevent – und spricht mit RTL offen über eine herausfordernde Phase, die Unterstützung aus ihrem Umfeld und darüber, wie sie in den vergangenen Monaten neue Kraft schöpfen konnte.

„Es bedeutete mir total viel“

Für Collien Fernandes war der Abend ein besonderer Moment. Im Interview sprach sie über die Bedeutung der vielen positiven Reaktionen von Kolleginnen und Kollegen: „Es bedeutet mir tatsächlich total viel. [...] Weil es so anstrengend ist, baut einen das wirklich auf. Das klingt vielleicht albern, aber wenn es Phasen gibt, in denen man down ist, hilft einem das tatsächlich.“ Sie berichtete außerdem, dass sie schon bei einem früheren Termin Unterstützung von Kolleginnen erfahren habe, die sie in den Arm nahmen und ihr sagten: „Toll, dass du das machst.“

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Offene Worte über eine schwere Zeit

Collien sprach auch offen über eine schwierige Phase in ihrem Leben: „Ich bin froh, dass mein Kampfmodus zurück ist, weil ich hatte das ein Jahr nicht. Und ich bin froh, dass ich wieder an diesen Punkt kommen konnte.“ Menschen aus ihrem Umfeld hätten ihr geholfen, diese Zeit zu überstehen und wieder zu sich selbst zu finden.

Gleichzeitig äußerte sie sich kritisch über öffentliche Diskussionen rund um ihre Person: „Was ich erstaunlich finde, ist, wie viele Menschen von etwas überzeugt sind, was gar nicht den Fakten entspricht. Und ich habe auch das Gefühl, dass viele so etwas wie eine Fakten-Allergie haben. Zum Beispiel wird immer wieder kommentiert: Sie hat gar keine Beweise – was ich absurd finde vor dem Hintergrund des Urteils des Gerichts in Hamburg.“

Angesprochen auf Fahri Yardım, Freund ihres Ex-Partners Christian Ulmen und Co-Star der Serie „Jerks“, sagte Collien: „Ich würde ihm auf jeden Fall gerne mal Hallo sagen. Mal gucken, vielleicht rennt er auch weg vor mir.“ Auf ihre Erwartungen an den Abend angesprochen ergänzte sie: „Da gibt es einige, wo es nett sein könnte, die zu sehen.“

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Stars zeigten Solidarität auf dem Teppich

Auslöser für die öffentliche Diskussion sind Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Die Moderatorin hatte im März 2026 im „Spiegel“ erklärt, Ulmen habe mutmaßlich Fake-Profile erstellt und pornografische Inhalte verbreitet, die den Eindruck erwecken sollten, sie zu zeigen. Ulmens Anwalt weist zentrale Vorwürfe zurück.

Die Anschuldigungen haben eine breite Reaktion in der Medien- und Filmbranche ausgelöst. Dabei geht es nicht nur um den konkreten Fall, sondern auch um grundsätzliche Fragen: Wie gehen Betroffene mit solchen Erfahrungen an die Öffentlichkeit? Welche Machtstrukturen existieren in der Branche? Und warum fällt es vielen schwer, Missstände offen anzusprechen?

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Zahlreiche deutsche Prominente versammelten sich auf dem roten Teppich und setzten ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Collien Fernandes. Offen und emotional stellten sie sich hinter die Schauspielerin und Moderatorin.

Marie Nasemann fand dabei klare Worte: „Gerade in der Branche ist es unglaublich wichtig, in der Medien- und auch in der Filmbranche einfach auf Themen aufmerksam zu machen, die nicht funktionieren. ‚Me too‘ ist ein großes Thema. Und viele trauen sich nicht, weil wir alle, gerade wir Frauen, Angst haben, dass wir keine Rollen mehr kriegen, dass wir auf irgendwelchen schwarzen Listen stehen. Aber umso wichtiger ist es, dass wir uns solidarisieren und trotzdem laut sind und den Mund aufmachen, wenn es darauf ankommt.“

Auch Gizem Emre fand ausschließlich warme und unterstützende Worte für Collien Fernandes: „Ich hoffe, dass sie sehr viel Solidarität bekommt, Zuspruch und dass sie unterstützt wird und sich wohlfühlt.“

Der Deutsche Filmpreis

Der Deutsche Filmpreis 2026 wird am 29. Mai im Berliner Palais am Funkturm verliehen. Bereits am 31. März wurden die Nominierungen bekannt gegeben. Durch den Abend führt Schauspieler Christian Friedel.

Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Jahr Regie-Legende Wim Wenders, der mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet wird. Zudem steht „Das Kanu des Manitu“ von Michael Bully Herbig als besucherstärkster Film des Jahres im Fokus.

Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche, Spiegel, Ntv