Experte ordnet einPromi-Bonus für Mette-Marit? Darum ging alles so schnell mit ihrer Lungentransplantation

Der erste wichtige Schritt ist geschafft!
Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen hat eine neue Lunge transplantiert bekommen. Doch viele fragen sich jetzt: Wie konnte es so schnell gehen? Schließlich steht die 52-Jährige erst seit Kurzem offiziell auf der Warteliste für das neue Organ. Inwieweit in diesem Fall womöglich ein Promi-Bonus eine Rolle gespielt hat, ordnet jetzt ein Experte ein.

Mette-Marits Lungentransplantation: Darum ging es jetzt so schnell

Dass es Mette-Marit gesundheitlich immer schlechter geht, ist seit Wochen bekannt. Doch erst seit Kurzem steht sie ganz offiziell auf der Transplantationswarteliste. Die rettende Operation findet keine zwei Wochen später statt – hat jedoch rein gar nichts mit ihrem Status als Royal zu tun, da ist sich Dr. Christoph Specht sicher. „Ich sehe da überhaupt keinen Hinweis, dass da ein Promi-Bonus eine Rolle gespielt haben könnte. Man darf nicht vergessen, dass ist keine Entwicklung über Nacht”, erklärt der Mediziner RTL.

Lese-Tipp: Mette-Marit hat eine neue Lunge! Transplantation bei Norwegens Kronprinzessin erfolgreich

Lungenkranke Patientinnen und Patienten kommen erst auf die Warteliste, wenn es wirklich schon dringend ist. Anders sei das zum Beispiel bei Nierentransplantationen, bei denen Ersatzverfahren wie die Dialyse die meisten Menschen über viele Jahre hinweg am Leben erhalten können.

Dr. Christoph Specht äußert sich bei RTL zu Mette-Marits Lungentransplantation.
Dr. Christoph Specht äußert sich bei RTL zu Mette-Marits Lungentransplantation.
RTL

„Das fällt bei der Lungentransplantation weg. Da gibt es nur die Möglichkeit, eine neue Lunge zu bekommen. Überbrückungsverfahren sind da nicht etabliert, und insofern sind die Wartezeiten bei der Lungentransplantation in der Regel viel kürzer.“ Das bedeute aber auch, dass trotz verkürzter Wartezeit viele Patientinnen und Patienten in dieser Zeit sterben.

Warum für Mette-Marit ausgerechnet jetzt erst die kritische Phase beginnt

Wie das norwegische Königshaus am Mittwochmorgen (17. Juni) bestätigt, hat Mette-Marits mit Spannung erwartete Lungentransplantation bereits stattgefunden. „Wir sind sehr froh, dass bislang alles gut gegangen ist“, sagte Are Holm, Leiter der Lungenabteilung des Krankenhauses, in besagter Palast-Mitteilung. Denn eine Lungentransplantation gehört zu den kompliziertesten überhaupt, wie Mediziner Dr. Christoph Specht RTL erklärt: „Das liegt einfach schon am Organ selbst, was ja auch immer Kontakt zur Außenwelt hat. Wir atmen ein, atmen aus, also Bakterien spielen da auch eine Rolle.”

Lese-Tipp: Mette-Marit hat eine neue Lunge! Das erwartet die Kronprinzessin von Norwegen jetzt

Wie bei allen Transplantationen seien vor allem die ersten Tage und Wochen besonders kritisch. Denn der Körper kann das neue Organ noch abstoßen: „Hier wird man natürlich sehr genau darauf schauen, dass es zu keinen Komplikationen kommt. Man kann hier noch nicht sagen, dass jemand Transplantiertes damit automatisch über den Berg ist.”

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Video-Tipp: Kronprinzessin Mette-Marit hat eine neue Lunge – doch es gibt noch keine Entwarnung!

Nach der Lungentransplantation: So geht es für Mette-Marit weiter

Dr. Specht erklärt weiter, dass die Kronprinzessin jetzt erst einmal im Krankenhaus bleiben wird. Das kann etwa zwei bis vier Wochen dauern, je nachdem, wie gut sie sich erholt. Anschließend gehe es in der Regel in eine Reha, deren Dauer ebenfalls vom Genesungsprozess des jeweiligen Patienten abhänge. „Dann kann es nochmal zwei, drei, vier Monate dauern... Aber dann sind zum Teil ganz normale Belastungen wieder möglich”, weiß der Experte. Dazu zählt die normale Alltagsbewegung bis hin zu Sport in moderater Form.

Verwendete Quellen: RTL