Temperaturen bringen ihn ins SchwitzenIst das heiß! Mitarbeiter muss König Charles bei Klima-Termin retten

In Großbritannien herrscht aktuell Rekord-Hitze, die auch König Charles zu spüren bekommt - ausgerechnet bei einem Klima-Empfang im Palast. Wie gut, dass es Personal gibt, das für Abkühlung sorgt.
Die traurige Ironie ist nicht zu übersehen: Ausgerechnet bei einem Event zur Bekämpfung des Klimawandels gerieten alle Anwesenden, darunter König Charles, gehörig ins Schwitzen. Während in Großbritannien ein Temperaturrekord nach dem anderen fiel, musste der in einem Anzug erschienene Monarch bei einem Empfang im Londoner St James’s Palast extra gekühlt werden: Bilder zeigen, wie ihm ein Mitarbeiter einen kleinen elektrischen Ventilator dicht ans Gesicht hielt, während er mit Gästen plauderte.
Bei dem Mann mit dem kühlenden Gadget handelte es sich um den Master of the Household, den pensionierten Vizeadmiral Tony Johnstone-Burt, dessen Abteilung die Empfänge in allen königlichen Residenzen organisiert. König Charles hatte zu dem Termin Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und internationaler Klimadiplomatie geladen - passend zum Anlass, der im Zeichen der Umwelt stand.
Die Bedingungen waren drückend: Der Palast verfügt laut „The Independent“ über keine Klimaanlage, weshalb große Ventilatoren in den Räumen verteilt waren und Dutzende traditionelle Handfächer ausgeteilt wurden. Manche Gäste tupften sich den Schweiß von der Stirn, viele fächelten sich Luft zu - bei geschlossenen Fenstern und zugezogenen Vorhängen bewegte sich kaum Luft im Raum.
Der Mittwoch war der heißeste Junitag in der Geschichte Großbritanniens: Mit vorläufig gemessenen 35,8 Grad Celsius wurde der bisherige Rekord aus dem Sommer 1976 gebrochen.
Der Empfang fand im Rahmen der London Climate Action Week statt. Energieminister Ed Miliband begann seine Rede mit „Sicherheitshinweisen“ und verwies auf eine bereitstehende Krankenschwester und einen ruhigeren Raum, in dem sich Gäste, die extrem unter der Hitze leiden, zurückziehen konnten. „Allein die Tatsache, dass wir das hier im Vereinigten Königreich im Juni tun müssen, sagt einiges über die Umstände aus, in denen wir uns befinden. Das war früher nicht normal, aber leider ist es jetzt die neue Normalität“, so der Minister.
Sein Appell fiel entsprechend eindeutig aus: Sollte die Menschheit nicht bald handeln, so könnte dieser heiße Sommer der kühlste Sommer im Vergleich zu den kommenden Jahren sein, skizzierte er ein erschreckendes Zukunftsszenario.
Die Reduzierung von Methan und anderen sogenannten Super-Schadstoffen sei daher eines der wichtigsten und wirksamsten Mittel gegen die Klimakrise. Das vom Ministerium für Energiesicherheit und Netto-Null ausgerichtete Treffen sollte diesen Kampf vorantreiben; auch Barbados‘ Premierministerin Mia Mottley und UN-Generalsekretär António Guterres hielten Reden.
Verwendete Quellen: csp/spot


